US-Übernahme von Grönland? Jetzt meldet sich China zu Wort

Peking/Washington - Nachdem sich die Schlagzeilen um eine mögliche Übernahme von Grönland durch die USA zuletzt überschlagen haben, mischt jetzt auch China in der Debatte mit.

Mao Ning (53), Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, äußerte sich zum Grönland-Konflikt.
Mao Ning (53), Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, äußerte sich zum Grönland-Konflikt.  © picture alliance/dpa | Johannes Neudecker

"Die USA sollten andere Länder nicht als Vorwand für ihre eigenen Interessen benutzen. In der Arktis geht es um die übergeordneten Interessen der internationalen Gemeinschaft", zitiert TV 2 Nyheder die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Mao Ning (53) nach Reuters.

"China ist der Ansicht, dass die Beziehungen zwischen Staaten stets in Übereinstimmung mit der UN-Charta gestaltet werden sollten", so Ning weiter.

Eine uneigennützige Stellungnahme? In den vergangenen Jahren hatte China seine diplomatische Präsenz auf der Arktis-Insel selbst verstärkt, schreibt die Stiftung Wissenschaft und Politik.

Kritik auch von Republikanern

Senatorin Lisa Murkowski (68) ist eine von mehreren Republikanern, die Trumps Pläne kritisieren.
Senatorin Lisa Murkowski (68) ist eine von mehreren Republikanern, die Trumps Pläne kritisieren.  © picture alliance / dpa | Michael Reynolds

Derweil wird aus der Republikanischen Partei ebenfalls Kritik an den Grönland-Drohungen der US-Regierung laut.

Senator Thom Tillis (65) aus North Carolina bezeichnete sie in einer Rede als "Unsinn", Senator Mitch McConell (83) aus Kentucky in einem Statement als "ungehörig wie kontraproduktiv".

"2026 liegt viel vor uns. Grönland einzunehmen sollte nicht dazu gehören", schreibt auch Senatorin Lisa Murkowski (68) aus dem Bundesstaat Alaska in einem Beitrag auf X.

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Sie wird DR zufolge an dem für diese Woche angesetzten Gespräch zwischen dänischen, grönländischen und US-amerikanischen Politikern in Kopenhagen teilnehmen.

Titelfoto: picture alliance/dpa | Johannes Neudecker

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