Diamanthändler stirbt bei Penisvergrößerung: Jetzt muss sich der Chirurg verantworten

Paris (Frankreich) - Nach dem Tod des belgisch-israelischen Diamantenhändlers Ehud Arye Laniado (†65) während einer Penisvergrößerung sind nun zwei verantwortliche Ärzte einer Pariser Schönheitsklinik verurteilt worden.

Auch am Abend seines Todes seien die Türen der Klinik für Ehud Arye Laniado (†65) geöffnet worden. (Archivfoto)
Auch am Abend seines Todes seien die Türen der Klinik für Ehud Arye Laniado (†65) geöffnet worden. (Archivfoto)  © Screenshot/Facebook/Ehud Arye Laniado

In den 1990er Jahren gründete der Milliardär den Schmuckkonzern Omega Diamonds. Laniado hatte alles, was das Herz begehrte: riesige Anwesen in Monaco und Los Angeles, sowie zahlreiche Luxus-Karossen. Doch etwas ganz Besonderes fehlte dem Unternehmer - ein großer Penis.

Wie das Magazin Le Parisien berichtete, reiste Laniado 2019 nach Frankreich, um sich in der renommierten Pariser Klinik Saint-Honoré-Ponthieu einem Eingriff an seinem besten Stück zu unterziehen - es sollte sein letzter Besuch in der Stadt der Liebe sein.

Während der Milliardär die Praxis außerhalb der regulären Öffnungszeit besucht hatte, wurden ihm mehrere Injektionen in den Penis verabreicht - so wirkte sein Glied optisch größer. Doch bereits nach kürzester Zeit passierte etwas, womit niemand gerechnet hätte. Der 65-Jährige verstarb an den Folgen eines Herzinfarktes.

Mutter schickt Tochter in den Supermarkt: Als sie den Einkauf sieht, fällt sie vom Glauben ab
Aus aller Welt Mutter schickt Tochter in den Supermarkt: Als sie den Einkauf sieht, fällt sie vom Glauben ab

Für Laniado war es nicht der erste Besuch in der Praxis. Der Milliardär vertraute sich dort Dr. Guy H. an, einem der bekanntesten Pariser Schönheitschirurgen. So nutzte der Unternehmer die Fertigkeiten des Arztes, suchte diesen angeblich zwei bis viermal pro Jahr auf.

Oftmals bezahlte Ehud Arye Laniado pro Sitzung mehrere Zehntausend Euro. (Symbolfoto)
Oftmals bezahlte Ehud Arye Laniado pro Sitzung mehrere Zehntausend Euro. (Symbolfoto)  © 123RF/kay4yk

Laniados Penis-Doktor und ein weiterer Mediziner wurden nun verurteilt

Die Richter erkannten zahlreiche Unregelmäßigkeiten in den Qualifikationsnachweisen, beim Umgang mit Medikamenten und den Klinik-Abläufen. (Symbolfoto)
Die Richter erkannten zahlreiche Unregelmäßigkeiten in den Qualifikationsnachweisen, beim Umgang mit Medikamenten und den Klinik-Abläufen. (Symbolfoto)  © 123RF/ skycinema

Ursprünglich leitete die Pariser Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung ein. Diese wurden später fallen gelassen. Im Zuge dessen richtete die Justiz ihren Fokus auf andere schwere Vorwürfe.

So sei dem Arzt unterlassene Hilfeleistung, "Verstöße gegen das Arzneimittelrecht" sowie die unerlaubte Ausübung der Heilkunde vorgeworfen worden. Wie die Ermittlungen zeigten, setzte der behandelnde Chirurg gegen 20 Uhr einen Notruf ab - doch nicht etwa wegen des Verdachts auf Herzprobleme.

Die Verteidigung argumentierte, Laniado habe vor dem Eingriff über Bauchschmerzen geklagt und sei für sein aufbrausendes Verhalten bekannt gewesen. Ein Herzinfarkt habe der Arzt deshalb zunächst nicht vermutet.

Nach Chaos-Sturm "Kristin": Männer sterben bei Dach-Arbeiten
Aus aller Welt Nach Chaos-Sturm "Kristin": Männer sterben bei Dach-Arbeiten

Das Gericht entzog dem Chirurgen sowie einem beteiligten Doktor schließlich dauerhaft die Approbation. Zudem wurden sie zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt: Guy H. erhielt 15 Monate, der ihn vertretende Mediziner zwölf Monate.

Für die verurteilten Penis-Mediziner kamen zusätzliche Geldstrafen in Höhe von 20.000 bis 50.000 Euro hinzu.

Titelfoto: Fotomontage/Screenshot/Facebook/Ehud Arye Laniado/123RF/kay4yk

Mehr zum Thema Aus aller Welt: