Paris - Frankreich ächzt unter der dritten Hitzewelle in zwei Monaten: Beliebte Touristenattraktionen in Paris verkürzten ihre Öffnungszeiten. Statt um Mitternacht schließe der Eiffelturm am Samstag und Sonntag wetterbedingt schon um 16 Uhr, teilte der Betreiber auf seiner Website mit. In der französischen Hauptstadt stieg das Thermometer am Samstag auf knapp 37 Grad.
Das Louvre-Museum, zu dessen zahlreichen Exponaten die Mona Lisa gehört, öffnet bis einschließlich Montag ebenfalls nur bis 16 Uhr, das Musée d'Orsay schließt bis Mittwoch jeweils vorzeitig um 17 Uhr.
Zu Beginn der Sommerferien galt in 24 Départements im Zentrum und Westen des Landes und damit in gut einem Viertel Frankreichs die höchste Hitze-Warnstufe Rot.
Der Wetterdienst Météo-France rief wegen der dortigen drückenden Hitze zu "absoluter Wachsamkeit" auf. Für 59 Départements wurde immerhin die zweithöchste Hitze-Warnstufe Orange ausgerufen.
Am Sonntag soll in 13 weiteren Départements die höchste von insgesamt vier Hitze-Warnstufen gelten.
Aus diesem Grund wurde auch eine Etappe der Tour de France verkürzt. Die Sportler müssen nun nur noch 154,6 statt 185,5 Kilometer zurücklegen.
Nur einige Départements im Süden des Landes bleiben von der aktuellen Hitzewelle, die noch bis Mitte kommender Woche anhalten soll, verschont.
Brandgefahr am Nationalfeiertag: Feuerwerke abgesagt
Wegen der Sommerferien und des französischen Nationalfeiertags am Dienstag sind derzeit sehr viele Menschen im Land unterwegs.
Die französische Bahngesellschaft SNCF versicherte, trotz der Hitze werde es einen "normalen" Schnellzug-Verkehr geben.
Am Wochenende sollten demnach 3700 TGV-Züge fahren. Während der heißesten Stunden des Tages werde aber jede dritte Intercity-Verbindung gestrichen.
Wegen der starken Trockenheit und erhöhter Brandgefahr wurde in zahlreichen Städten das Feuerwerk am Nationalfeiertag abgesagt.