TGV rast in Militärlaster: Lokführer stirbt, viele Verletzte
Bully-les-Mines (Frankreich) - Schreckliche Szenen im Norden von Frankreich! An einem Bahnübergang kam es zu einem schweren Zusammenstoß zwischen einem Hochgeschwindigkeitszug (TGV) und einem Lastwagen der französischen Armee. Ein Mann war sofort tot.
Laut mehreren übereinstimmenden Medienberichten von französischen Nachrichtenportalen wie "TF1 Info" oder "Lemonde", ereignete sich der tödliche Crash am Dienstagmorgen gegen 6.48 Uhr an einem Bahnübergang im kleinen Ort Bully-les-Mines, nahe der Stadt Lens im Norden des Landes.
Der Hochgeschwindigkeitszug (TGV) raste mit rund 160 Kilometern pro Stunde über die Gleise bis zu jenem Bahnübergang in der kleinen Ortschaft. Durch diese fuhr zur selben Zeit auch ein Militärkonvoi mitsamt eines Lasters, der eine mobile Brücke geladen hatte.
Jener Laster war es auch, der an dem Bahnübergang mit dem Zug zusammenstieß. Noch ist nicht klar, wie es zu dem schrecklichen Unfall kommen konnte. Insgesamt wurden 15 Menschen verletzt, zwei von ihnen befinden sich mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Krankenhaus. Für den Lokführer kam jedoch jede Hilfe zu spät, er starb noch am Unfallort.
Ersten Ermittlungen zufolge funktionieren die Schranken an dem Bahnübergang einwandfrei.
Lkw-Fahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung festgenommen
Noch im selben Zuge der Ermittlungen wurde der Fahrer des Lkw, ein 30-jähriger Mann aus Polen, von der französischen Polizei festgenommen.
Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.
Titelfoto: Fotomontage: Sameer Al-Doumy/AFP/dpa
