Weil er zu viel Alkohol trank: Junge (13) tötet eigene Mutter mit Hammer
Nizza (Frankreich) - Ein schrecklicher Mordfall im Süden von Frankreich nimmt eine schockierende Wendung, nachdem ein 13-jähriger Junge ein Geständnis ablegt. Er soll seine eigene Mutter (†42) nach einem Streit mit mehreren Hammerhieben getötet haben.
Zunächst rief der Teenager selbst gegen 20 Uhr am vergangenen Freitag die Polizei und behauptete, dass Einbrecher in die Wohnung gekommen seien und seine Mutter mit einer Schusswaffe verletzt haben, so die französische Zeitung "Le Parisien".
Doch schnell wurde klar: Hier stimmte etwas nicht. Zunächst stellten die Beamten fest, dass die 42-Jährige nicht erschossen wurde, sondern dass sie durch mehrere Hiebe mit einem stumpfen Gegenstand einen Schädelbruch in der Nähe des Auges erlitten hat. Gegen 21 Uhr konnte nur noch der Tod der 42-Jährigen festgestellt werden.
Bei einer Durchsuchung im Haus fanden die Ordnungshüter dann auch die mutmaßliche Tatwaffe - einen blutverschmierten Hammer. Das Lügengerüst des 13-Jährigen drohte zusammenzubrechen und er verstrickte sich immer mehr in Widersprüchen, was schließlich dazu führte, dass noch am selben Abend die Handschellen klickten.
Anfangs bestritt er noch jegliche Anschuldigungen, doch am späten Sonntagnachmittag knickte er ein. Der 13-Jährige gab zu, seiner eigenen Mutter mehrmals mit einem Hammer geschlagen und schließlich getötet zu haben.
Nizzas Bürgermeister schrieb: "Es muss alles unternommen werden, um den Täter dieses abscheulichen Verbrechens so schnell wie möglich zu finden"
Mutter konfrontierte Sohn mit seinem Alkoholkonsum, dann musste sie sterben
So erklärte die Staatsanwaltschaft gegenüber dem Fernsehsender "TF1 Info", dass der Junge während eines Streites mit seiner Mutter zum Hammer griff. Diese habe ihn zuvor wegen seines Alkoholkonsums kritisiert, woraufhin er aggressiv reagierte.
Zunächst schubste und schlug er die 42-Jährige heftig, doch dann nahm er sich den Hammer und schlug auf den Kopf der Mutter ein. Und das immer und immer wieder.
Ein bereits durchgeführtes psychiatrisches Gutachten zeigte, dass der Junge zum Tatzeitpunkt nicht beeinträchtigt war. Die Staatsanwaltschaft beantragte Untersuchungshaft.
Die weiteren Ermittlungen liegt nun in den Händen der örtlichen Polizei.
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