Gestrandetes Kreuzfahrtschiff wieder frei, doch Passagiere haben sich mit Corona infiziert

Grönland - Nach der tragischen Strandung des Kreuzfahrtschiffs "Ocean Explorer" gehen die Rettungsmaßnahmen nun voran - doch die Passagiere kämpfen bereits mit dem nächsten Problem.

Zwar ist die Aussicht toll, jedoch sind einige Passagiere nun krank.
Zwar ist die Aussicht toll, jedoch sind einige Passagiere nun krank.  © Uncredited/SIRIUS/Joint Artic Command/AP/dpa

Das Schiff mit 206 Menschen an Bord war am Montag im Alpefjord auf Grund gelaufen - knapp 1400 Kilometer nordöstlich der grönländischen Hauptstadt Nuuk.

Am Donnerstag schlug der erste Versuch, das Schiff von der Stelle zu bewegen, fehl. Wie das dänische Militär nun mitteilte, konnte ein speziell ausgerüstetes Forschungsschiff die auf einer Sandbank festsitzende Ocean Explorer befreien.

Laut der Militäreinheit Arktisk Kommando waren Crew und Passagiere am Mittwoch noch wohlauf.

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Dies scheint sich mittlerweile jedoch geändert zu haben: Laut Bericht des Sydney Morning Herald ist auf dem Schiff Corona ausgebrochen.

Mindestens drei der größtenteils australischen Passagiere scheinen sich mit Corona infiziert zu haben. Damit dürfte die Freude über die Befreiung stark getrübt sein.

Einsatzkräfte des dänischen Militärs konnten die Ocean Explorer aus ihrer misslichen Lage befreien.
Einsatzkräfte des dänischen Militärs konnten die Ocean Explorer aus ihrer misslichen Lage befreien.  © Uncredited/SIRIUS/Joint Artic Command/AP/dpa

Passagiere der Ocean Explorer werden nach Hause geflogen

"Es ist ein bisschen frustrierend, aber wir sind in einem wunderschönen Teil der Erde. Wir sitzen direkt neben einem Gletscher, wenn wir unser Fenster öffnen", sagte der australische Rentner Steven Fraser gegenüber dem Sydney Morning Herald.

Bevor sich die Covid-Infektion über das gesamte Schiff ausbreiten kann, soll die Besatzung nun so schnell wie möglich in Sicherheit gebracht werden.

Laut Betreiber Sun Stone Ships werde man einen Hafen ansteuern, von dem aus die Passagiere nach Hause geflogen werden.

Titelfoto: Uncredited/SIRIUS/Joint Artic Command/AP/dpa

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