Im Freizeitlager: Ex-Tierarzt betäubt und missbraucht mehrere Kinder

Leicestershire (Großbritannien) - Jahrelang organisierte der Brite Jonathan Ruben (76) christliche Sommercamps für Kinder. Doch was sich dort abspielte, lässt nicht nur Eltern erschaudern.

Die Polizei nahm Jonathan Ruben im August 2025 fest. (Symbolfoto)
Die Polizei nahm Jonathan Ruben im August 2025 fest. (Symbolfoto)  © 123rf/joseh51

Aufgeflogen waren die Machenschaften des Mannes, als vergangenen Sommer acht Kinder kurz nach ihrer Teilnahme an dem Ferienlager krank wurden. Sie litten unter anderem unter Übelkeit und Benommenheit.

Ein Bluttest brachte schließlich Gewissheit: Die Kinder hatten Beruhigungsmittel im Blut - verabreicht von ihrem Campleiter Jon Ruben, wie sich im Laufe der Ermittlungen herausstellte.

Nach einem Bericht der BBC hatte der Brite über Jahre immer das gleiche Spiel mit den minderjährigen Teilnehmern des Freizeitlagers gespielt: Dabei sollten die Kids vor dem Zubettgehen "so schnell wie möglich" Süßigkeiten essen. Was niemand wusste: Die Naschereien waren mit Betäubungsmitteln gespickt.

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Anschließend missbrauchte der 76-Jährige die wehrlosen Kinder, wie er vor Gericht gestand. Vor dem Leicester Crown Court räumte Ruben unter anderem zwei sexuelle Übergriffe auf Jungen unter 13 Jahren, acht Fälle von Kindesmisshandlungen, mehrere Drogendelikte und die Herstellung von kinderpornografischen Videos ein.

Außerdem stellte er auch seine eigene Ehefrau mit Betäubungsmitteln ruhig.

Campleiter bekennt sich schuldig und muss hinter Gitter

Vor Gericht räumte der Brite die Taten ein. (Symbolfoto)
Vor Gericht räumte der Brite die Taten ein. (Symbolfoto)  © 123RF/aminadesign

Der ehemalige Tierarzt gab im Prozess zu, seiner Frau das Medikament Temazepam verabreicht zu haben, damit sie im Camp nicht aufwachte, während er sich an den Kindern verging.

Bei einer Durchsuchung fanden Ermittler unter anderem Babyöl, Vaseline und Spritzen, zudem stellten sie mehr als 50 Videos mit kinderpornografischem Inhalt sicher.

Das Gericht verhängte am Freitag (6. Februar) eine Haftstrafe von 23 Jahren und zehn Monaten gegen den Mann, plus eine verlängerte Überwachungszeit nach der Entlassung.

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Bei seiner Verurteilung entschuldigte sich Jonathan Ruben unter Tränen. Er sei ein "Monster" und akzeptiere, dass er im Gefängnis sterben werde.

Titelfoto: 123rf/joseh51

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