Mann niedergestochen und lebendig begraben - Dramatische Rettung nach vier Tagen

Ustia (Moldau) - Der reinste Albtraum. Ein 62-Jähriger wurde erst niedergestochen und dann bei lebendigem Leib vergraben. Wie durch ein Wunder überlebte er die schreckliche Tortur und wurde nach vier Tagen gerettet.

Der 62-Jährige war bei vollem Bewusstsein, als man ihn ausgrub. Er konnte Angaben machen.
Der 62-Jährige war bei vollem Bewusstsein, als man ihn ausgrub. Er konnte Angaben machen.  © YouTube/Polizei Republik Moldau

Dieses Verbrechen beschäftigt Moldau.

Als die Polizei am Montag in das kleine Dorf Ustia im Nordwesten des Landes gerufen wurde, um den gewaltsamen Tod einer 74-jährigen Frau aufzuklären, ahnte wohl niemand, wie dramatisch sich der Einsatz entwickeln würde.

Noch am selben Tag identifizierten die Ermittler einen 18-Jährigen aus dem Ort, der die alte Frau mit mehreren Messerstichen niedergemetzelt hatte. Wie die Nachrichtenseite Unimedia berichtet, trafen die Kriminalisten den jungen Mann betrunken in seinem Haus an. Er verwickelte sich in Widersprüche, wirkte verwirrt.

Inferno in Wohnheim - Mindestens 49 Tote
Aus aller Welt Inferno in Wohnheim - Mindestens 49 Tote

Die Beamten schauten sich Haus und Garten daraufhin genauer an und vernahmen gedämpfte Hilferufe aus dem Erdreich. Die Polizisten griffen zur Schaufel.

In einer Tiefe von wenigen Zentimetern entdeckten die Einsatzkräfte in einem behelfsmäßigen Lagerraum aus Holzplanken einen 62-jährigen Mann.

Er war bei vollem Bewusstsein als man ihn ausgrub, hatte eine Stichwunde im Nacken, konnte Angaben machen.

Aus dem Garten waren gedämpfte Hilfeschreien zu hören.
Aus dem Garten waren gedämpfte Hilfeschreien zu hören.  © YouTube/Polizei Republik Moldau
Der 18-Jährige sperrte sein Opfer in einen unterirdischen Raum ein und schüttete den Eingang mit Erde zu.
Der 18-Jährige sperrte sein Opfer in einen unterirdischen Raum ein und schüttete den Eingang mit Erde zu.  © YouTube/Polizei Republik Moldau
Nach einer viertägigen Tortur wurde der Mann endlich gerettet.
Nach einer viertägigen Tortur wurde der Mann endlich gerettet.  © YouTube/Polizei Republik Moldau

Täter und Opfer kannten sich

Der junge Mann muss sich nun wohl äußerst unangenehmen Fragen stellen.
Der junge Mann muss sich nun wohl äußerst unangenehmen Fragen stellen.  © YouTube/Polizei Republik Moldau

Das Opfer teilte der Polizei mit, dass er vier Tage zuvor mit dem 18-Jährigen zusammen saß und reichlich Alkohol trank.

Doch dann sei es zu einem Streit gekommen. Der 18-Jährige soll unvermittelt ein Messer gezückt haben und auf ihn eingestochen haben, schilderte der 62-Jährige der Polizei.

Was dann passierte, ist schrecklich. Der 18-Jährige sperrte den blutenden Mann in den behelfsmäßigen Keller, begrub ihn so bei lebendigem Leib und schüttete die einzige Öffnung auch noch mit Erde zu.

Mit der Kettensäge zerstört: Haben diese Männer ein Filmdenkmal auf dem Gewissen?
Aus aller Welt Mit der Kettensäge zerstört: Haben diese Männer ein Filmdenkmal auf dem Gewissen?

Die Polizei geht davon aus, dass der Teenager die Rentnerin in der folgenden Nacht tötete.

Ein Polizeivideo zeigt die Rettung im Detail.

Video: Polizei befreit Mann aus Geheimkeller

Der 62-jährige Überlebende kam nach seiner Rettung in ein Krankenhaus. Der mutmaßliche Renter-Mörder wurde dagegen verhaftet.

Titelfoto: YouTube/Polizei Republik Moldau

Mehr zum Thema Aus aller Welt: