Nahost-Konflikt: Trump droht mit Maut in Straße von Hormus

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Israel/Iran - Die USA und der Iran wollen US-Medienberichten zufolge ihre Gespräche über ein Ende des Iran-Kriegs in Gang bringen. Doch es hakt an allen Ecken und Enden.

Jared Kushner (45, l.) und Steve Witkoff (69) wollen die Gespräche zwischen USA und Iran in Gang bringen.
Jared Kushner (45, l.) und Steve Witkoff (69) wollen die Gespräche zwischen USA und Iran in Gang bringen.  © Jacquelyn Martin/Pool AP/dpa

Wie das US-Portal "Axios" und der Sender CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten, ist der US-Unterhändler Steve Witkoff (69) auf dem Weg in die Schweiz, wo die erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen stattfinden solle.

Diese war eigentlich schon am Freitag angedacht gewesen, fand aber wegen erneuter gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon dann doch nicht statt.

US-Unterhändler Jared Kushner (45) sei bereits in der Schweiz, berichtete "Axios". Auch Irans Außenminister Abbas Araghtschi plane heute, in die Schweiz zu reisen, zitierte das US-Nachrichtenportal eine informierte Quelle.

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Alle Entwicklungen zum Nahost-Konflikt findet Ihr hier im TAG24-Newsticker.

20. Juni, 22.26 Uhr: Trump droht mit Maut in Straße von Hormus

Unter dem Eindruck wachsender Spannungen mit dem Iran hat US-Präsident Donald Trump (80) mit einer US-Maut in der Straße von Hormus gedroht.

Sollte kein finales Friedensabkommen zustande kommen, könnten sich die USA so ihre Dienste als "Schutzengel" der Region vergüten lassen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.

US-Präsident Trump (80) dürfte die erneut angespannte Stimmung zwischen Iran und USA überhaupt nicht gefallen.
US-Präsident Trump (80) dürfte die erneut angespannte Stimmung zwischen Iran und USA überhaupt nicht gefallen.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

20. Juni, 22.10 Uhr: Israels Armee schränkt Libanon-Einsätze ein

Die israelische Armee stellt Berichten zufolge ihre Angriffe im Libanon außerhalb einer von ihr einseitig ausgerufenen "Sicherheitszone" ein. Israelische Medien berichteten unter Berufung auf das Militär, dass die Streitkräfte damit einer Anweisung der politischen Führung folgten.

Innerhalb dieser Zone, die sich im Süden an der Grenze Israels befindet, setze das Militär die Einsätze jedoch fort, um unter anderem ein großes Tunnelsystem der schiitischen Hisbollah-Miliz zu bekämpfen. Nach Angaben der Armeeführung verbleibt zudem die Option, akute Bedrohungen auch außerhalb des Gebiets anzugreifen.

20. Juni, 20.52 Uhr: Stimmung zwischen Iran und USA vor Gesprächen äußerst angespannt

Die anhaltenden Kämpfe im Libanon sorgen für neue Verstimmungen zwischen den USA und dem Iran.

Teheran sperrte nach eigenen Angaben die Straße von Hormus erneut für die Durchfahrt aller Schiffe und begründete den Schritt am Nachmittag mit der Nichteinhaltung der Waffenruhe im Südlibanon, die im Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran vereinbart worden war. Das US-Militär widersprach der Darstellung und bekräftigte, der Schiffsverkehr in der Meerenge laufe weiter. Ungeachtet dessen kündigte der Vermittler Pakistan ein Treffen der Kriegsparteien für Sonntag in der Schweiz an.

20. Juni, 18.39 Uhr: US-Militär will weiter Freiheit der Schifffahrt durchsetzen

Nach der vom Iran angekündigten Schließung der Straße von Hormus will das US-Militär weiter die Freiheit der Schifffahrt durchsetzen.

Der Schiffsverkehr habe am Samstag zugenommen, "während die US-Streitkräfte in diesem Gebiet weiterhin zur Wahrung der Freiheit der Schifffahrt im Einsatz waren", teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. 55 Schiffe mit unter anderem 17 Millionen Barrel Öl hätten die Meerenge passiert.

Centcom zufolge ist das Militär weiter vor Ort, um sicherzustellen, dass sämtliche Abmachungen des Rahmenabkommens "eingehalten, befolgt und in vollem Umfang umgesetzt werden."

Das US-Militär will in der Straße von Hormus weiter für die Freiheit der Schifffahrt sorgen.
Das US-Militär will in der Straße von Hormus weiter für die Freiheit der Schifffahrt sorgen.  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

20. Juni, 17.54 Uhr: Offenbar viele Tote bei israelischen Luftangriffen im Libanon

Trotz einer vereinbarten Waffenruhe berichten libanesische Medien über zahlreiche israelische Luftangriffe mit mindestens 35 Toten.

Die israelische Armee und die Hisbollah machen sich gegenseitig für die Kämpfe und Verstöße gegen die Feuerpause verantwortlich.

Der libanesische Zivilschutz teilte mit, dass allein in der Stadt Nabatija 16 Leichen geborgen worden seien. Laut Gesundheitsministerium wurden bei einem Luftangriff auf die Stadt Qennarit mindestens sieben Menschen getötet und 13 weitere verletzt.

Neue israelische Luftangriffe sollen mindestens 35 Menschen im Libanon nicht überlebt haben.
Neue israelische Luftangriffe sollen mindestens 35 Menschen im Libanon nicht überlebt haben.  © Mohammed Zaatari/AP/dpa

20. Juni, 17.23 Uhr: US-Iran-Gespräche laut Pakistan am Sonntag in der Schweiz

Nach Angaben des Vermittlerstaats Pakistan sollen am Sonntag in der Schweiz Gespräche zwischen dem Iran und den USA geführt werden.

Diese würden auf technischer Ebene in Bürgenstock abgehalten, hieß es in einer Mitteilung des pakistanischen Außenministeriums am Nachmittag.

Vertreter der Vereinigten Staaten, des Irans sowie der Vermittler Pakistan und Katar würden an den Gesprächen teilnehmen, hieß es weiter. Islamabad werde den Prozess als Mediator weiterhin unterstützen, um die im Rahmenabkommen erzielten Übereinkünfte zu vertiefen.

20. Juni, 17.23 Uhr: Bundesregierung fordert von allen Einhaltung der Waffenruhe

Die Bundesregierung hat alle Seiten zur Umsetzung der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg aufgerufen.

Man nutze die Kontakte insbesondere zu den israelischen Partnern, damit das Rahmenabkommen über die Waffenruhe mit Leben erfüllt werde, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Dazu müsse die Hisbollah ihre Angriffe auf den Norden Israels aber auch "wirklich glaubhaft" einstellen. "Und ich glaube, da sind wir noch nicht so ganz", fügte er hinzu.

Der Sprecher des deutschen Außenministeriums betonte, Deutschland sei nicht Teil des bilateralen Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran, das eigentlich eine Waffenruhe an allen Fronten vorsieht – also auch im Libanon. "Insofern ist es jetzt auch nicht primär an uns, diese Vereinbarung umzusetzen beziehungsweise auf die Umsetzung da zu pochen."

Das Auswärtige Amt fordert alle Seiten zur Einhaltung der Waffenruhe auf.
Das Auswärtige Amt fordert alle Seiten zur Einhaltung der Waffenruhe auf.  © Monika Skolimowska/dpa

20. Juni, 16.11 Uhr: Nahost-Konflikt: Iran macht Straße von Hormus wieder dicht

Das zentrale Militärkommando des Iran hat am Samstag die erneute Schließung der strategisch wichtigen Straße von Hormus angeordnet.

"Hiermit wird bekannt gegeben, dass die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr geschlossen wird", hieß es in einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung des Militärkommandos. Dies geschehe in Reaktion auf die fortgesetzten Angriffe Israels im Südlibanon, die eine Verletzung des mit den USA getroffenen Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Krieges bedeuteten.

Die Schließung der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge sei ein "erster Schritt" , hieß es weiter. Im Falle "einer Fortsetzung der Aggression" würden weitere Schritte unternommen, "um den Feind zur Einhaltung seiner Verpflichtungen zu zwingen".

Der Iran und die USA hatten am Mittwoch ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das eine Waffenruhe in der gesamten Region einschließlich des Libanon vorsieht. Ungeachtet der Vereinbarung setzten die israelische Armee und die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz im Libanon ihre Gefechte fort.

Nach iranischen Angaben wird die Straße von Hormus erneut geschlossen.
Nach iranischen Angaben wird die Straße von Hormus erneut geschlossen.  © Wen Xinnian/Xinhua/dpa

20. Juni, 11.36 Uhr: Pakistans Innenminister für Gespräche im Iran

Der pakistanische Innenminister Mohsin Naqvi ist im Iran eingetroffen, um mit der dortigen Führung die Fortsetzung der Verhandlungen mit den USA in der Schweiz zu besprechen.

Nach Angaben der regierungsnahen iranischen Nachrichtenagentur Mehr landete Naqvis Maschine zunächst in der Pilgerstadt Maschhad im Nordosten des Landes. Während seines Besuchs wird Naqvi demnach mit den Leitern des iranischen Verhandlungsteams, Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi, zusammentreffen.

Pakistan fungiert seit April offiziell als Vermittler zwischen den Kriegsgegnern Iran und USA. Washington und Teheran hatten diese Woche ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das eine Beendigung der Kampfhandlungen in der Region vorsieht. Weitere Verhandlungen über strittige Punkte, etwa das iranische Atomprogramm, sollen in einem Zeitraum von 60 Tagen folgen. Eine erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen in der Schweiz war eigentlich am Freitag angedacht, fand aber wegen erneuter gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon dann doch nicht statt.

Der pakistanische Innenminister und Vorsitzende des pakistanischen Cricketverbandes Mohsin Naqvi (47).
Der pakistanische Innenminister und Vorsitzende des pakistanischen Cricketverbandes Mohsin Naqvi (47).  © K.M. Chaudary/AP/dpa

20. Juni, 9.12 Uhr: Vier Tote bei israelischen Luftangriffen im Libanon

Libanesische Medien berichten über zahlreiche israelische Luftangriffe trotz einer vereinbarten Waffenruhe. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA teilte mit, dass bei Angriffen von Kampfflugzeugen auf die Stadt Arabsalim im Raum Nabatija drei Menschen getötet worden seien.

Zudem soll eine israelische Drohne einen Motorradfahrer getötet haben. Weiter berichtete die Agentur über den Beschuss der Stadt Nabatija und ihrer Vororte.

Vom libanesischen Gesundheitsministerium liegen bislang keine Angaben zu möglichen Opfern vor. Die israelische Armee hat sich bisher nicht geäußert. Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Nach Angaben eines US-Regierungsmitarbeiters gilt eigentlich seit Freitag 16.00 Uhr Ortszeit eine Waffenruhe. Diese wurde bereits wenige Minuten nach Inkrafttreten mehrfach gebrochen.

Titelfoto: Jacquelyn Martin/AP/dpa

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