Bis zu 500 Euro Strafe: Beliebtes Urlaubsziel verbietet Rauchen am Strand
Pesaro (Italien) - In der italienischen Hafenstadt Pesaro an der Adriaküste geht es Rauchern bald an den Kragen: Wer an den Stränden der Stadt weiterhin qualmt, muss mit einer saftigen Geldstrafe rechnen.
Das strikte Rauchverbot soll nach einem Bericht der italienischen Zeitung La Repubblica auch E-Zigaretten mit einschließen und pünktlich zum 1. April in Kraft treten.
Strandbesucher, die sich nicht an die neue Regelung halten, müssen demnach unter Umständen tief in die Tasche greifen: Die Bußgelder für etwaige Verstöße reichen von 25 bis 500 Euro.
Einzige Ausnahme: An Strandbars dürfen sich Urlauber auch künftig eine Zigarette anstecken - falls die Betreiber spezielle Bereiche dafür einrichten und sie mit genügend Aschenbechern ausstatten.
Der beliebte Urlaubsort in der italienischen Region Marken knüpft damit an ein bereits bestehendes Verbot aus dem Jahr 2019 an: Damals hatte die Stadt das Rauchen in den ersten fünf Metern der Wasserlinie sowie im Meer, bis zu 200 Meter vom Ufer entfernt, untersagt.
Nun weiten die Behörden die Regelung auf den gesamten Strandbereich aus.
Rauchverbot am Strand: Pesaro will den Umweltschutz verbessern
Als Hauptgrund für das Rauchverbot nennt die Stadtverwaltung den Umweltschutz.
Jeden Sommer würden allein in Pesaro Hunderttausende Zigarettenstummel eingesammelt, heißt es. Unzählige weitere würden Jahr für Jahr im Meer landen und dort die Fische vergiften.
Pesaro ist nicht die erste Stadt in Italien, die den Zigaretten den Kampf ansagt: Ähnliche Verbote gelten bereits in Sirolo, San Benedetto del Tronto und Bibione. Und auch in Sardinien, Apulien und Ligurien haben die Behörden bereits Rauchverbote im Freien erlassen.
Ein landesweites, einheitliches Gesetz gibt es in Italien bislang nicht.
Titelfoto: 123RF/krrad

