Deutscher Familienvater stirbt nach Restaurantbesuch am Gardasee
Verona (Italien) - Ein Urlaubsabend endete für eine deutsche Familie in einer Katastrophe. Ein Familienvater aus Baden-Württemberg ist während eines Aufenthalts am Gardasee plötzlich gestorben. Die italienischen Behörden ermitteln wegen des Verdachts auf eine Lebensmittelvergiftung. Auch deutsche Ermittler sind inzwischen eingeschaltet.
Alexander B. (35) aus dem Main-Tauber-Kreis war Ende April gemeinsam mit seiner Ehefrau, seinen Eltern und seinen beiden kleinen Kindern am Gardasee im Urlaub, wie die italienische Tageszeitung Corriere della Sera berichtete.
Die Familie hielt sich in Lazise auf, einem beliebten Ferienort am südöstlichen Ufer des Sees. Am Abend des 26. April besuchte die Familie ein Restaurant.
Der 35-Jährige bestellte ein Fischgericht. Sein Vater entschied sich laut den italienischen Medienberichten für eine Pizza mit Lachs.
Kurze Zeit nach dem Essen klagten beide Männer über schwere Beschwerden. Während sich sein Vater wieder erholte, verschlechterte sich der Zustand von Alexander B. dramatisch.
Zurück in der Ferienunterkunft begann er, heftig zu erbrechen. Seine Ehefrau alarmierte umgehend den Notdienst.
Doch jede Hilfe kam zu spät: Der Urlauber verlor das Bewusstsein und starb noch vor Ort im Beisein seiner Angehörigen.
Die Ermittler suchen nach Hinweisen für eine Vergiftung
Der ungewöhnliche Todesfall alarmierte die italienischen Behörden. Die Staatsanwaltschaft in Verona leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen den Betreiber des Restaurants ein.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob möglicherweise verdorbene oder unsachgemäß gelagerte Lebensmittel serviert wurden.
Die Leiche des Familienvaters wurde bereits in Italien obduziert. Ein Ergebnis liegt bislang jedoch nicht vor, wie der SWR berichtet.
Um weitere Erkenntnisse zu gewinnen, hat die Staatsanwaltschaft Mosbach ein Rechtshilfeersuchen an die italienischen Behörden gestellt.
Die Ermittler suchen insbesondere nach möglichen Toxinen oder Bakterien, die auf eine Lebensmittelvergiftung hindeuten könnten.
Der Verstorbene galt nach Angaben der Behörden als gesund und hatte keine bekannten Vorerkrankungen.
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