Italien-Urlauber aufgepasst: In diesem Städtchen müsst Ihr fürs Ausruhen ein Bußgeld bezahlen!

Portofino (Italien) - Dolce vita war gestern! Eine kleine Ortschaft in Ligurien führt eine ungewöhnliche Regel ein. Dabei geht es ums Stehenbleiben und eine Geldbuße für zu viel Gemütlichkeit.

Portofino in Ligurien gilt als Urlaubsparadies. Doch das Städtchen greift nun zu drastischen Maßnahmen.
Portofino in Ligurien gilt als Urlaubsparadies. Doch das Städtchen greift nun zu drastischen Maßnahmen.  © Marta Carenzi/Zuma Press/dpa

Einen Urlaub in Italien verbinden viele Menschen mit Sommer, Sonne und ganz viel Lebensgefühl.

Wie die Online-Platform "Travelbook" berichtet, müssen Italien-Reisende zumindest in einem kleinen Fischerdorf in der Nähe der Hafenstadt Genua auf der Hut sein. Die Rede ist von der malerischen 400-Einwohner-Gemeinde Portofino.

Das beschauliche Fleckchen ist wegen einer auf den ersten Blick seltsamen Regel in die Schlagzeilen geraten. Dort nämlich soll es Touristen behördlich untersagt werden, stehen zu bleiben. Die strenge Verordnung soll kurz vor Ostern von Bürgermeister Matteo Viacava höchstpersönlich unterzeichnet worden sein.

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Dabei handelt es sich um eine sogenannte Maßnahme zur Regulierung der Touristenströme. Portofino erlebt jeden Frühling einen gewaltigen Menschenansturm. Um der chaotischen Lage Herr zu werden, mussten die italienischen Behörden nun einschreiten.

Im Klartext bedeutet das: An besonders frequentierten Orten innerhalb Portofinos dürfen Besucher seitdem zwar weiterhin flanieren, jedoch ist es ihnen untersagt, haltzumachen. Dafür wurden in dem kleinen Örtchen sogar sogenannte "Rote Zonen" ausgerufen.

"Rote Zonen" in Portofino: Regeln sollen der Sicherheit dienen

Wer gemütlich und in aller Ruhe einen Cocktail schlürfen möchte, ist im völlig überladenen Küstenstädtchen Portofino vermutlich fehl am Platz.
Wer gemütlich und in aller Ruhe einen Cocktail schlürfen möchte, ist im völlig überladenen Küstenstädtchen Portofino vermutlich fehl am Platz.  © Andrea Warnecke/dpa-tmn

Das beliebte Fischerdorf ist ein Dreh- und Angelpunkt für Kreuzfahrtpassagiere und Ausflügler.

Bitter für alle Selfie-Freunde und gemütlichen Bummler: Noch nicht einmal für ein kurzes Foto auf dem zentralen Platz oder in einer der schmalen Gassen wird von nun an mehr Zeit sein! Es sei denn, es funktioniert auch im Vorbeigehen.

Die Verantwortlichen des Fischerstädtchens begründen dieses harsche Vorgehen mit Sicherheitsfragen. Dadurch sollen Behinderungen sowie potenzielle Gefahren, die zwangsläufig mit großen Menschenmassen einhergehen, reduziert werden.

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Von 7.30 Uhr am Morgen bis 18 Uhr abends ist das idyllische Portofino in "Rote Zonen" eingeteilt. Wer sich den rigorosen Verordnungen widersetzt und sich von seiner Gemütlichkeit leiten lässt, muss mit einer Strafe zwischen 68 und 275 Euro rechnen.

Bis mindestens Mitte Oktober soll der "Ausnahmezustand" samt "Roter Zonen" gelten. Für alle Portofino-Urlauber heißt es so lange: Anhalten verboten!

Titelfoto: Marta Carenzi/Zuma Press/dpa

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