Meran (Italien) - Eigentlich sollte es für eine Familie aus Thüringen eine schöne Osterwanderung in Südtirol werden - doch sie unterschätzten die Tour.
Wie der Bergrettungsdienst im AVS Meran EO auf Facebook berichtet, war die Familie aus Erfurt - bestehend aus Vater, Mutter und Kind - am Karfreitag zur Mittagszeit zu dem "Klettersteig Hoachwool" aufgebrochen.
Auf halber Strecke am sogenannten "Bankl" verloren Frau und Kind jedoch schließlich die Kräfte, sodass sie den Steig nicht weiter bewältigen konnten. Die Anforderungen waren zu hoch. Gegen 18 Uhr setzten sie dann den Notruf ab.
Fünf Bergretter machten sich daraufhin auf den Weg zur Familie. "Der Vater war in der Annahme, dass das Ende des Klettersteigs bereits nahe sei, weitergestiegen", so die Helfer auf Facebook. Offenbar wollte er Hilfe holen.
Als die Einsatzkräfte am "Bankl" ankamen, ging jedoch ein weiterer Notruf ein: Der Vater hatte diesen abgesetzt, weil er zu erschöpft war, um weiterzugehen.
Die Mutter und der Sohn wurden derweil von drei Bergrettern sicher ins Tal begleitet.
Die Familie wurde wieder sicher vereint
"Zwei Bergretter stiegen zu ihm auf, sicherten ihn und begleiteten ihn bis zum Ausstieg. Von dort wurde er mit einem Einsatzfahrzeug ins Tal gebracht, wo er wieder auf seine Familie traf", heißt es weiter.
Der Einsatz dauerte mehrere Stunden. Gegen 21.30 Uhr war die Familie wieder sicher vereint - erschöpft, aber unverletzt.
Die Einsatzkräfte warnen eindringlich, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist, und betonen: "Sich im Vorfeld über Länge und Anforderungen einer Tour genau zu informieren".