Papst in Rom zeigt sich besorgt um Zukunft: "Krieg ist wieder in Mode gekommen"

Von Robert Messer

Rom (Italien) - Papst Leo XIV. (70) hat angesichts der wachsenden Gewaltbereitschaft in der Welt seine Besorgnis zum Ausdruck gebracht. "Krieg ist wieder in Mode gekommen, und eine kriegerische Stimmung breitet sich aus", sagte das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken in einer Ansprache vor Diplomaten im Vatikan.

Papst Leo XIV. (70) wurde am 8. Mai 2025 zum Vatikan-Oberhaupt gewählt (Archivfoto)
Papst Leo XIV. (70) wurde am 8. Mai 2025 zum Vatikan-Oberhaupt gewählt (Archivfoto)  © Alessandra Tarantino/AP/dpa

"Eine Diplomatie, die den Dialog fördert und den Konsens aller sucht, wird durch eine Diplomatie der Stärke, durch einzelne Staaten oder Gruppen von Verbündeten ersetzt", erklärte der Pontifex.

Er prangerte zudem an, wie weltweit Gewalt eingesetzt werde, um die eigene Herrschaft durchzusetzen. Leo nannte keine einzelnen Staaten, die zur Gewalt gegriffen haben.

Er bemängelte zudem, dass "das nach dem Zweiten Weltkrieg festgelegte Prinzip, das es Ländern verbot, Gewalt anzuwenden, um die Grenzen anderer zu verletzen" gebrochen worden sei.

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Der Frieden werde inzwischen nicht mehr als Geschenk oder erstrebenswertes Gut gesucht, erklärte der Papst weiter.

Papst nutzt jährliche Audienz, um seine Gedanken zu teilen: Zahlreiche Diplomaten hörten ihm zu

Papst Leo XIV. (70) hält seine Reden überwiegend in der historischen Basilika "St. Peter" (Vatikanstadt).
Papst Leo XIV. (70) hält seine Reden überwiegend in der historischen Basilika "St. Peter" (Vatikanstadt).  © Alessandra Tarantino/AP/dpa

Anlass von Leos Ansprache war die jährliche Audienz mit dem diplomatischen Korps des Vatikans.

Diese gilt traditionell als außenpolitische Grundsatzrede des Papstes. Der erste US-Amerikaner auf dem Stuhl Petri hielt seine Rede vor zahlreichen Diplomaten großteils auf Englisch.

Üblicherweise sieht das diplomatische Protokoll des Vatikans Italienisch und Französisch als Sprachen vor.

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Nach seiner Rede grüßte er die Diplomaten und unterhielt sich mit einigen.

Titelfoto: Fotomontage/Alessandra Tarantino/AP/dpa

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