Gewalt und Zerstörung nach Tod von "El Mencho": Kartell versetzt Mexiko in Ausnahmezustand

Puerto Vallarta (Mexiko) - Nach dem Tod des Kartellanführers "El Mencho" ist in mehreren mexikanischen Städten brutales Chaos ausgebrochen.

In Mexiko hat das Kartell "Jalisco Nueva Generación" mit Straßenblockaden auf den Tod ihres Anführers reagiert.
In Mexiko hat das Kartell "Jalisco Nueva Generación" mit Straßenblockaden auf den Tod ihres Anführers reagiert.  © Armando Solis/AP/dpa

Das Drogenkartell "Jalisco Nueva Generación" (CJNG) hat auf den Tod ihres Anführers Zerstörung und Gewalt reagiert. Bild- und Videoaufnahmen im Netz zeigen, wie dunkle Rauchschwaden über der Stadt Puerto Vallarta an der Westküste aufsteigen.

Allein im Bundesstaat Jalisco, wo "El Mencho" im Zuge einer Militäroperation von mexikanischen Einsatzkräften geschnappt werden konnte, wurden über 25 Straßenblockaden registriert, wie das Sicherheitskabinett der mexikanischen Regierung mitteilte.

Bis zum späten Sonntagabend (Ortszeit) konnte ein Großteil der Barrikaden durch die Staatsgewalt geräumt werden. Weiterhin wurden auch Geschäfte oder Tankstellen in Brand gesetzt.

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Das Sicherheitskabinett vermeldete zudem rund 20 Bankfilialen in Jalisco, die durch Mitglieder des Kartells beschädigt wurden.

Die Einsatzkräfte versuchen, die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Die Einsatzkräfte versuchen, die Lage unter Kontrolle zu bringen.  © Felix Marquez/dpa
Mehrere Geschäfte wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Mehrere Geschäfte wurden in Mitleidenschaft gezogen.  © Alfredo Valadez/AP/dpa

Deutsche Botschaft warnt

Die deutsche Botschaft in Mexiko rät derweil dringend von Reisen in mehrere Regionen des mittelamerikanischen Landes ab. Deutsche Staatsbürger wurden angewiesen, an einem sicheren Ort zu bleiben und Kontakt mit Angehörigen zu halten. Auch im Flugbetrieb kam es vereinzelt zu Einschränkungen.

Nemesio Oseguera Cervantes, alias "El Mencho", wurde nach seiner gewaltsamen Ergreifung verwundet in die Hauptstadt Mexiko-Stadt geflogen. Den Transport überlebte der Drogenbaron jedoch nicht.

Titelfoto: Bildmontage: Alfredo Valadez/AP/dpa, Armando Solis/AP/dpa, Félix Márquez/dpa

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