Temascalcingo (Mexiko) - Es war ein waghalsiges Ritual. Am Samstagabend geschah während eines Dorffestes in Mexiko ein schreckliches Unglück, das mindestens zehn Menschen das Leben kostete.
Die Ehrung der Schutzheiligen "Nuestra Señora de la Luz" (zu Deutsch: "Unsere Liebe Frau vom Licht") hat in Mexiko einen hohen Stellenwert und wird in dem kleinen Ort Santa María Canchesda auf eine ganz besondere Art und Weise zelebriert.
Während der Feierlichkeiten tragen die Gläubiger einen mit Feuerwerkskörpern übersäten Stier durch den kleinen Ort. Anschließend wird dieser dann auf dem Platz vor der Kirche verbrannt, heißt es in einer AFP-Meldung.
Doch dieses Mal waren die Feierlichkeiten nicht so ausgelassen und froh wie in den vergangenen Jahren. Die von den Feuerwerkskörpern ausgelösten Explosionen rissen die Wände der umliegenden Häuser ein. Manche User in den sozialen Medien sprechen sogar davon, dass Teile der Kirche eingestürzt sein sollen und Menschen unter den Trümmern begraben wurden.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur "AP" stürzte zudem eine Mauer ein, wobei mindestens zehn Menschen am Samstagabend ihr Leben verloren haben.
64 weitere Personen wurden verletzt. Der örtliche Bischof teilte der Nachrichtenagentur mit, dass sich auch zwei Priester unter den Verletzten befinden.
Feuerwerkskörper explodierten zu früh
Eine genaue Ursache für das Unglück ist noch nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass die Feuerwerkskörper zu früh explodierten. So wurden die Knaller vor der Festlichkeit in der örtlichen Kirche zwischengelagert, wo diese dann auch anfingen zu detonieren.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sind auch mehrere Kinder unter den Verletzten.