Mutter zeigt schmerzhafte Folgen von Sonnencreme bei ihrem Kind

Georgia (USA) - Pusteln und Schwellungen! Die Amerikanerin Megan Doss wollte am 1. August nur das beste für ihre kleine Tochter Caroline (3) und cremte sie ordentlich mit Sonnencreme ein. Ein fataler Fehler, wie sich später herausstellte.

Tochter Caroline (3) hat allergisch auf die Sonnencreme reagiert.
Tochter Caroline (3) hat allergisch auf die Sonnencreme reagiert.  © Screenshot/Instagram/megndoss

Über den schmerzhaften Vorfall berichtete die Mutter diese Woche auf ihrem Instagram-Kanal.

Vor zwei Wochen sei es passiert. Sie habe ihre Tochter, wie empfohlen, ordentlich eingecremt, erzählt sie. Außerdem habe sich das kleine Mädchen regelmäßig im Schatten aufgehalten. Trotzdem sah sie kurze Zeit später so aus, als ob sie einen heftigen Sonnenbrand erlitten hätte. 

Auf dem Instagram-Bild sieht man das schmerzhafte Ausmaß: Das kleine Gesicht war extrem gerötet, rissig und angeschwollen. Außerdem überzogen Blasen ihren kleinen Körper, so die geschockte Mutter.

Wie das passieren konnte? Es war kein Sonnenbrand, wie vermutet, sondern eine heftige "chemische Reaktion" auf die Sonnencreme. Das kleine Mädchen hatte vermutlich auf einen chemischen Inhaltsstoff in der Creme reagiert.

Welche Firma für dieses Desaster verantwortlich ist, verrät die diskrete Mutter nicht. Wirklich beschuldigen kann man sie wahrscheinlich auch nicht, schließlich war die kleine Caroline an dem Tag die einzige, die die Lotion nicht vertrug. 

Der Rest der Familie hatte sich ebenfalls mit der Sonnencreme eingerieben. Ohne jegliche Reaktion.

Gefährliche Inhaltsstoffe in Sonnencreme

Sonnencreme wurde der 3-Jährigen zum Verhängnis. (Symbolbild)
Sonnencreme wurde der 3-Jährigen zum Verhängnis. (Symbolbild)  © 123RF/kosmos111

Bevor Megan Doss  von ihrem Erlebnis erzählte, war sie verunsichert, ob sie mit dieser Geschichte in die Öffentlichkeit gehen sollte. Um andere Eltern vor ähnlichen Erlebnissen zu schützen, entschloss sie sich schließlich doch zu dem Schritt. 

Laut Megan seien viele Produkte auf dem Markt, die von sich behaupten, sie seien für Babys oder Kleinkinder geeignet, sind es, bei genauerem Hinsehen, aber nicht.

Mehrere Kinder litten wohl nach der Nutzung von Sonnencreme unterschiedlichster Firmen an ähnlichen Folgen. Das wissen die betroffenen Firmen, so die erboste Mutter. Etwas daran ändern, wollen sie aber nicht.

"Aber Chemikalien immer und immer wieder zu verwenden, die wir niemals aus dem Laden holen und direkt auf unsere Kinder reiben würden, nur weil sie in ein beliebtes Produkt gemischt sind, macht sie nicht sicher. Wir können sie nicht vor allem schützen, aber ich habe das Gefühl, dass dies etwas ist, das allgemein bekannt sein muss."

Zuvor hatte "Good Morning America" berichtet und mit der Mutter und auch mit Molly Stout, einer Dermatologin, gesprochen, die erklärte, wie es zu dieser heftigen Reaktion gekommen sein könnte: "Man nennt dies eine verzögerte Überempfindlichkeitsreaktion. Bei erneuter Anwendung, sobald ihr Immunsystem dafür sensibilisiert war, entwickelte sie eine Reaktion, die für Menschen verwirrend sein kann", erklärte Molly Stout.

Der häufigste Sonnenschutzbestandteil, der allergische Reaktionen verursachen kann, sei Oxybenzon, auch bekannt als Benzophenon 3.

Stout empfiehlt die Verwendung von mineralischen Sonnenschutzmitteln mit Zink oder Titan, die nur begrenzte Inhaltsstoffe enthalten und weniger wahrscheinlich einen allergischen Ausschlag verursachen.

Titelfoto: 123RF/kosmos111, Screenshot/Instagram/megndoss

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