Baby kommt mit Muttermalen an 80 Prozent seines Körpers zur Welt

Yerevan - Seine Brüder nannten es "Schokolade im Gesicht": Der kleine Artyom Petrosyan aus Armenien ist fast an seinem ganzen Körper mit Muttermalen übersät.

Artyom Petrosyan trägt an großen Teilen seines Körpers Geburtsflecken.
Artyom Petrosyan trägt an großen Teilen seines Körpers Geburtsflecken.  © instagram.com/baby.boypanda

Sein gesamter Bauch und Rücken sind dunkelbraun gefärbt, und an seinen Beinchen und Ärmchen sowie im Gesicht trägt er jede Menge dunkler Flecken.

Der kleine Artyom kam mit einer ungewöhnlich stark ausgeprägten Form von sogenanntem "Naevus" auf die Welt. Das heißt, auf seiner Haut haben sich extrem viele Geburts- beziehungsweise Muttermale gebildet - in diesem Fall sind rund 80 Prozent seines Körpers betroffen.

An sich sind all diese Flecken nicht unbedingt gefährlich oder schädlich für das Kind. Doch laut seinen Ärzten müsse der Säugling mit dem erheblich gesteigerten Risiko leben, dass er früher oder später Hautkrebs bekommt.

Zusätzlich litt der Kleine auch noch an einer sogenannten "Spina bifida", also einer Fehlbildung in der Wirbelsäule. Deshalb musste er bereits eine 90-minütige Operation über sich ergehen lassen, während der sein Rücken korrigiert wurde.

Wie die britische Zeitung "The Sun" berichtet, wurde den beiden Eltern Mariam (26) und Taron Petrosyan (28) sogar angeboten, dass sie ihr Baby einfach im Krankenhaus lassen könnten, falls sie nicht mit ihm zurechtkommen sollten. Denn es sei unklar, wie lange der Neugeborene überhaupt überleben würde. 

Die beiden waren schockiert und lehnten dieses absurd klingende Angebot sofort ab. Seitdem lebt Artyom zu Hause mit seinen Eltern und seinen beiden älteren Brüdern.

Baby trägt Muttermale sogar auf seinem Gehirn

Über den Familiennachwuchs hätten sich seine Brüder Narek (3) und Artur (2) zunächst gewundert und gefragt, warum er "Schokolade im Gesicht" hätte. 

Inzwischen hätten sich die Geschwister aber vollkommen an das Aussehen von Artyom gewöhnt.

Unglücklicherweise trägt der Junge seine Muttermale offenbar sogar auf seinem Gehirn. Dadurch kann er ab und zu Anfälle bekommen.

Auf Instagram wollen die Eltern sich selbst und anderen Mut machen

Auf Instagram teilen seine Eltern jede Menge Schnappschüsse und Videos aus dem jungen Leben des kleinen Armeniers. Dort hat sein Kanal mit dem Titel "Baby.Boypanda" schon Hunderte Follower gesammelt.

Gegenüber "The Sun" erklärt seine Mutter Mariam, dass sein Social-Media-Auftritt ihnen und auch anderen dabei helfen würde, sich weniger allein zu fühlen. "Ich will zeigen, dass Leute wir Artyom einzigartig und wunderschön sind", erklärt die 26-Jährige.

"Muttermale sollten nicht schamvoll versteckt werden. Wir müssen akzeptieren, dass Schönheit in unterschiedlichen Formen daher kommen kann und wir dürfen das niemals ändern!"

Titelfoto: instagram.com/baby.boypanda

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