Über Jahrzehnte hinweg galt es als verschollen: Neues Gemälde von Rembrandt entdeckt

Amsterdam - Sensation in der Kunstwelt! Bereits vor 65 Jahren kaufte der heutige Besitzer in Amsterdam die Leinwand in dem Glauben, dass es sich dabei um eine Kopie des berühmten Gemäldes handle. Doch was Historiker jetzt herausgefunden haben, stellt alles auf den Kopf.

In der dargestellten Szene bekommt der Hochpriester Zacharias gerade vom Erzengel Gabriel die Nachricht überbracht, dass er einen Sohn bekommen wird – Johannes den Täufer.  © -/Rijksmuseum/dpa

So berichtet "BILD" als Erstes über den besonderen Fund im Privatbesitz eines Kunstinteressierten. Laut dem Bericht haben Sachverständige im Jahr 1961 dieses Gemälde als bloßes Duplikat abgestempelt – und genau aus diesem Grund wurde ihm über Jahrzehnte hinweg auch keinerlei Beachtung mehr geschenkt.

Erst als sich vor zwei Jahren der Besitzer des Gemäldes an das weltberühmte Rijksmuseum in Amsterdam wandte, kam der Stein ins Rollen. Mehrere Forscher leiteten anschließend "hochmoderne bildgebende und materialanalytische Verfahren ein", um herauszufinden, ob es sich bei dem Stück Kunst nicht doch vielleicht um ein Werk des legendären Künstlers Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606–1669) handelt. Und tatsächlich: Alle Faktoren stimmten überein! Die Farben und die Techniken, mit denen sie auf die Leinwand gebracht wurden, die Holztafel und die Signatur – alles war genauso wie bei anderen Werken des niederländischen Kunstgenies.

Dies brachte die Forscher zum endgültigen Entschluss: Das, was sie hier vor sich haben, ist ein Original. Ein echtes Werk von Rembrandt. Eine Sensation!

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Am heutigen Montag wird das Gemälde mit dem Titel "Die Vision des Zacharias im Tempel" aus dem Jahr 1633 erstmals in den Hallen des Rijksmuseums der Öffentlichkeit präsentiert.

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Über zwei Jahre hinweg analysierten Forscher die Farben, Techniken und Motive der scheinbaren Kopie. Jetzt sind sie sich jedoch sicher: Das ist ein echter Rembrandt!  © -/Rijksmuseum/dpa

Neuer Rembrandt ab Mittwoch dauerhaft zu sehen

Wie der Name des Werkes bereits vermuten lässt, ist das zentrale Motiv der Hochpriester Zacharias im Tempel, der soeben Besuch vom Erzengel Gabriel bekommt.

Der Besitzer des Rembrandt-Originals stellt das Gemälde dem Museum ab sofort als Leihgabe zur Verfügung. Laut dem Bericht soll es ab dem kommenden Mittwoch einen dauerhaften Platz in der Ausstellung des Rijksmuseums erhalten.

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