82 Messerstiche! 14-Jährige nach Friedhofs-Mord verurteilt
Wien (Österreich) - Zum Zeitpunkt der Tat besuchte eine 64 Jahre alte Frau gerade das Familiengrab auf dem Friedhof Baumgarten in der österreichischen Landeshauptstadt. Doch zu ihrem Unglück traf sie dort auf ein 14-jähriges Mädchen, welches voller Hass und Mordlust war. Die Seniorin hatte keine Chance. Acht Jahre wegen Mordes. So lautet das Urteil, welches das Landesgericht Wien über die 14-jährige Wienerin gefällt hat.
Zusätzlich soll die Jugendliche, die bis zuletzt in einer Wohngruppe in Wien-Penzing gewohnt hat, in ein forensisch-therapeutisches Zentrum eingewiesen werden. Das geht aus einem Bericht der "Kronen Zeitung" hervor.
Wie die Ermittlungen nach dem schrecklichen Vorfall am 23. Februar ergaben, hatte das Mädchen bereits Jahre zuvor schwere psychische Probleme. Täglich schaute sie sich Videos an, die schwere Gewalt oder sogar Tötungsdelikte zeigten, bis schließlich an einem schicksalshaften Tag das Fass der 14-Jährigen überlief.
"Ich bin aufgestanden und ich hab halt eine Anspannung gemerkt", sagte die 14-Jährige emotionslos vor den Haftrichtern aus. "Ich hab an gar nichts mehr denken können. Ich war so angespannt. Dann hab ich mein Messer genommen und hab an die Tat gedacht. Dass ich das machen muss. Dass ich jemanden umbringen muss." Und diese schaurigen Gedanken machte das junge Mädchen wenige Stunden später zur grausamen Realität.
Nachdem sie ihre Unterkunft verlassen hatte, kaufte sich das Mädchen ein verschreibungspflichtiges Medikament gegen Angststörungen namens Alprazolam, besser bekannt als Xanax, und fuhr anschließend in Richtung Friedhof.
Dort traf sie schließlich auf die 64-Jährige.
14-Jährige macht Foto von Leiche und alarmiert die Polizei
Kalt schilderte die 14-Jährige die Details der Tötung: "Ich hab meine Tasche abgestellt und hab versucht, in den Rücken zu stechen. Dann hab ich sie bisschen geschubst und auf den Boden geschmissen. Auf einmal lag sie da und hat sich nicht mehr gewehrt. Ich wollte, dass sie schnell ausblutet."
Insgesamt stach das Mädchen 82-mal mit ihrem Klappmesser zu, 51 dieser Stiche gingen in Richtung Kopf und Hals der hilflosen Dame. Nachdem die 14-Jährige von der 64-Jährigen abgelassen hat, schoss sie noch ein Foto von dem, was noch von der alten Frau übrig war.
"Ich wollte, dass meine Freunde wissen, dass ich halt ins Gefängnis gehen werde", erklärte sie den Geschworenen.
Ihre blutverschmierten Hände und ihre blutdurchtränkte Kleidung verbarg sie vor ihrer Betreuerin mit der Ausrede, hingefallen zu sein.
Kurze Zeit später alarmierte die 14-Jährige selbst die Polizei und schilderte den Ordnungshütern das, was sie getan hatte.
Titelfoto: Fotomontage: Max Slovencik/APA/dpa, 123RF/dookdui

