Alles für die Klicks: 19-Jähriger stirbt beim Klettern auf Hochspannungsmast
Südoststeiermark (Österreich) - Nervenkitzel, Adrenalin und das Spiel mit dem Tod. All diese Dinge, die für andere Menschen eher abstoßend wirken, sind genau das, was für manche sogenanntes "Roofing" so anziehend macht. Doch dass dieser "Sport" auch seine Tücken birgt, musste ein 19-Jähriger am eigenen Leib erfahren.
Beim "Roofing" geht es darum, dass Menschen auf hohe Bauwerke wie Wolkenkratzer, Telefonmasten oder Schornsteine klettern - und das ohne Sicherung!
Genau dieser Art "Hobby" ging auch ein 19-Jähriger aus der Südoststeiermark in Österreich nach, heißt es in einem Bericht der "Kronen Zeitung". Immer wieder kletterte er auf Strom- und Mobilfunkmasten bis in schwindelerregende Höhen und hielt all das auf seinem Handy fest.
Am gestrigen Dienstag hat er seinen Schutzengel erneut auf die Probe gestellt. Nahe der Bundesstraße 66 war die Spitze eines Starkstrommastes das Ziel des jungen Wagemutigen. Doch dieses Mal hat er sein Glück überstrapaziert.
Ersten Erkenntnissen zufolge ist der Teenager in den Stromkreis geraten. Mehrere Hunderttausend Volt flossen durch den Körper des jungen Mannes und töteten ihn auf der Stelle.
Stromleitung musste unterbrochen werden
Ein vorbeifahrender Autofahrer beobachtete das Unglück und alarmierte sofort die Einsatzkräfte, die auch wenig später am Unfallort eintrafen.
Gemeinsam mit der Energie Steiermark musste die Stromleitung zunächst abgestellt werden, doch als die Rettungskräfte den 19-Jährigen erreichten, war es bereits zu spät.
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