Mayrhofen (Österreich) - Eine 60 Jahre alte Deutsche wartete am Rande der weltberühmten "Harakiri"-Piste im Zillertal, als sie von einem anderen Skifahrer mitgerissen und schwer verletzt wurde.
Laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" ereignete sich der schreckliche Zusammenstoß bereits am vergangenen Dienstag gegen 11.10 Uhr im Skigebiet Penken in Schwendau.
Die Deutsche soll demnach zu jenem Zeitpunkt am rechten Rand der schwarzen Piste Nummer 34 - welche vielmehr unter ihrem Spitznamen "Harakiri" bekannt ist - gewartet haben, als sie von einem anderen Skifahrer erfasst wurde. Ersten Erkenntnissen der Ermittler zufolge soll dieser Skifahrer zuvor selbst gestürzt und anschließend ohne Kontrolle den Hang hinab gerutscht sein. Dabei baute er immer mehr Momentum und Geschwindigkeit auf, bis er schließlich mit der 60-Jährigen am Pistenrand zusammenstieß.
Die Deutsche wurde durch den heftigen Zusammenstoß von der Piste geschleudert. Rund zehn Meter daneben blieb die Frau regungslos liegen. Der Unfallverursacher floh nach dem Crash und ist seitdem unauffindbar.
Die Pistenrettung kümmerte sich derweil um die bewusstlose Frau. Ein Notarzthubschrauber brachte die 60-Jährige schließlich in ein Krankenhaus.
Seit dem tragischen Unfall liegt die Skifahrerin in einer Innsbrucker Klinik im künstlichen Koma.
Das ist die berüchtigte "Harakiri"-Piste in Österreich
Für Wintersportler in ganz Österreich ist die "Harakiri" ein gängiger Begriff. Denn sie gilt mit ihrem Gefälle von 78 Prozent als eine der steilsten Pisten des Landes.
Die Abfahrt auf der Piste mit der Nummer 34 ist nur etwas für echte Ski- und Snowboard-Profis. Wer hier stürzt, kommt erst im Tal wieder zum Stehen.