Frau stirbt kurz darauf in Krankenhaus: Lawinenserie in Tirol fordert mehrere Verletzte

Tirol (Österreich) - Schnee ist das Element der Wintersportler. Gerade nach einer schneereichen Nacht ist das Skifahren ein besonderer Genuss. Doch die weiße Schönheit auf den Bergen birgt auch eine große Gefahr für all jene, die in den Bergen unterwegs sind. In Tirol wurden mehrere Menschen von Lawinen verschüttet. Für eine Frau (†58) kam jede Hilfe zu spät.

In vielen Teilen von Österreich und der Schweiz herrscht derzeit die zweithöchste Lawinengefahr-Stufe. Vor allem abseits der gesicherten Pisten begibt man sich in große Gefahr. (Symbolbild)
In vielen Teilen von Österreich und der Schweiz herrscht derzeit die zweithöchste Lawinengefahr-Stufe. Vor allem abseits der gesicherten Pisten begibt man sich in große Gefahr. (Symbolbild)  © Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa

Wie aus einem Bericht der österreichischen "Kronen Zeitung" hervorgeht, kam es am gestrigen Sonntag zu mehreren Schneeabgängen in ganz Tirol.

Bereits um 11.15 Uhr vormittags schlug die Leitstelle Tirol zum ersten Mal Alarm. Im Skigebiet von St. Anton am Arlberg soll es "abseits der gesicherten Pisten" einen Lawinenabgang gegeben haben, bei dem ersten Schätzungen zufolge vier bis fünf Personen verschüttet wurden.

Nach einer großen Suchaktion fanden die Einsatzkräfte schließlich einen 18-jährigen Skifahrer, von dem lediglich ein Arm aus den Schneemassen ragte. Nur wenig später musste die Bergrettung in St. Anton erneut ausrücken. Dieses Mal erwischte es einen Schweden (22), welcher nach der Bergung ebenfalls in ein Krankenhaus geflogen wurde.

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Gegen 14.45 Uhr kam es am Weerberg, unweit des Zillertals, zu einer tödlichen Katastrophe. Eine 58-jährige Skitourengeherin wurde von den Schneemassen erfasst und begraben. Schließlich fanden Einsatzkräfte die Frau in einer Tiefe von 1,70 Metern, doch ihre Verletzungen waren zu schwerwiegend.

Sie verstarb wenig später im Krankenhaus an den Folgen des Unfalls.

Skitourengänger fühlen sich vor allem abseits der Piste wohl. Zur eigenen Sicherheit sollten diese jederzeit Ausrüstung wie Schaufel und Lawinensuchgerät dabei haben. Die 58-Jährige trug Letzteres nicht bei sich, was die Suche nach ihr nochmals erschwerte. (Symbolbild)
Skitourengänger fühlen sich vor allem abseits der Piste wohl. Zur eigenen Sicherheit sollten diese jederzeit Ausrüstung wie Schaufel und Lawinensuchgerät dabei haben. Die 58-Jährige trug Letzteres nicht bei sich, was die Suche nach ihr nochmals erschwerte. (Symbolbild)  © 123RF/mikkiorso

Lawinenrucksack rettet Teenager das Leben

Auch in beliebten benachbarten Urlaubsregionen wie dem Zillertal kam es zu einigen Lawinenabgängen. So beispielsweise in Tux und am Jochberg. Bei Letzterem erwischte es einen 17-jährigen Österreicher, der das Unglück dank seines Lawinenrucksacks aber unverletzt überstand.

Aufgrund der starken Schneefälle herrscht in vielen Teilen Österreichs aktuell die zweithöchste Lawinengefahr-Stufe. Wintersportler sollten sich deswegen ausschließlich auf den gesicherten Pisten aufhalten.

Titelfoto: Fotomontage: Urs Flueeler/KEYSTONE/dpa, 123RF/mikkiorso

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