Rätsel um vermissten Jungen: Familienmitglied wird verdächtigt

Mid North (Australien) - Seit mehreren Monaten suchen Einsatzkräfte und freiwillige Helfer unermüdlich nach dem vierjährigen Gus im australischen Outback - nun haben die Ermittler einen Verdächtigen ins Visier genommen.

Gus Lamont (4) verschwand im September 2025 spurlos.
Gus Lamont (4) verschwand im September 2025 spurlos.  © Screenshot: South Australian Police

Wie SBS News berichtet, wird ein Bewohner des abgelegenen Anwesens, auf dem Gus Lamont verschwand, nun von der Polizei als Verdächtiger betrachtet. Auf dem Grundstück leben Gus’ Eltern, seine Großeltern und sein jüngerer Bruder.

Der Vierjährige wird seit dem 27. September 2025 vermisst, nachdem er auf der Farm seiner Familie im Sand gespielt hatte. Sein Verschwinden löste in Australien große Bestürzung aus und führte zu intensiven Suchaktionen, die bis heute andauern.

Kriminalbeamter Darren Fielke sagte am Donnerstag (Ortszeit), die Ermittler hätten Widersprüche in den Aussagen zum Verschwinden des Kleinkindes entdeckt. "Wir haben eine Reihe von Ungereimtheiten und Widersprüchen in den Informationen festgestellt, insbesondere hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs und der von den Familienmitgliedern geschilderten Ereignisse", erklärte er.

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Er ergänzte: "Aufgrund dieser Ungereimtheiten und der damit verbundenen Ermittlungen hat eine Person ihre Unterstützung für die Polizei zurückgezogen und kooperiert nicht mehr mit uns." Dabei betonte er, dass Gus’ Eltern nicht im Verdacht stehen.

Die Ermittler gehen von einem schweren Verbrechen aus

Seit Monaten suchen Dutzende Einsatzkräfte und freiwillige Helfer unermüdlich nach Gus.
Seit Monaten suchen Dutzende Einsatzkräfte und freiwillige Helfer unermüdlich nach Gus.  © Screenshot: South Australian Police

Seit dem Verschwinden von Gus haben Spezialtaucher der Polizei Wassertanks und Dämme durchsucht, während Helikopter mit Infrarotkameras, Spürhunde, Geländefahrzeuge und Drohnen das umliegende Gebiet systematisch absuchten.

Auch Minenschächte in der Nähe des Grundstücks wurden gründlich durchsucht. Weitere Suchaktionen sollen in einem nahe gelegenen Nationalpark stattfinden, um mögliche Überreste des Jungen zu finden.

Laut den Ermittlern gibt es keine Anzeichen dafür, dass Gus entführt wurde oder selbst weggelaufen ist, und sie erklärten den Fall zu einem schweren Verbrechen.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/South Australian Police

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