Rezept von ChatGPT: Uni-Laborant will verhassten Kollegen mit Chemie-Cocktail vergiften

Wisconsin (USA) - Eifersucht an der Universität von Wisconsin! Weil ein Laborant die Beförderung seines langjährigen Kollegen nicht verknusen konnte und er sich obendrein an dessen Umgang mit "Untergebenen" gestört hatte, schmiedete er mithilfe vom KI-Bot ChatGPT einen Racheplan.

Makoto Kuroda (41) wollte seinem langjährigen Kollegen einen Denkzettel verpassen. Der Plan ging nach hinten los.  © Dane County Sheriff

Seit 2017 arbeiteten Makoto Kuroda (41) und sein Kollege, der in Gerichtsakten nur "TM" genannt wird, zusammen. Laut New York Post seien beide Freunde gewesen, doch im Laufe der Zeit habe das Verhältnis Risse bekommen.

Kuroda gönnte seinem Kollegen-Kumpel die Beförderung nicht, hegte zudem Groll, dass TM Mitarbeiter "minderwertig behandelt" haben soll und regelmäßig auf die Laborregeln pfiff. Es musste etwas passieren, TM sollte ein Denkzettel verpasst bekommen. Als Kuroda am 5. April die halbvolle Trinkflasche seines Kollegen entdeckte, setzte er seinen Plan in die Tat um.

Der Laborant nahm die Flasche mit an seinen Arbeitsplatz, mixte das Wasser mit einem Chemie-Cocktail und jubelte es danach TM unter. Um die richtige Dosierung zu finden, befragte der Japaner an seinem Arbeitslaptop ChatGPT.

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"Mein Ziel war einfach nur, dass er sich schlecht fühlt", soll Kuroda später der Polizei gesagt haben. Die rückte nämlich an, nachdem TM einen Schluck aus der Pulle genommen, einen seltsamen Geschmack festgestellt hatte und zwei Tage danach auch noch seine Schuhe komisch gerochen hätten.

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Die University of Wisconsin in Madison genießt eigentlich einen guten Ruf. Um diesen zu schützen, schmiss die Uni-Leitung Labormitarbeiter Makoto Kuroda raus.  © Screenshot/X/@UWMadison

Wie sich herausstellte, hatte Kuroda ein Chloroform-Gemisch gebraut, Wasser und Schuhe damit versetzt.

Nachdem der Fall angerollt war, soll der Japaner seinem einstigen Freund die Tat mit eiskalter Miene gestanden haben. Einem Professor schrieb der 41-Jährige zudem per Mail in seiner Muttersprache: "Ich war es. Ich habe die Person auch selbst informiert. Es tut mir sehr leid. Makoto Kuroda."

Trotz Geständnis wurde der Labormitarbeiter am 10. April ins Gefängnis gesteckt. Gegen Auflagen - Kuroda musste unter anderem seinen Reisepass abgeben - ließ der zuständige Richter den Japaner wieder frei.

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An der Uni von Wisconsin braucht sich der 41-Jährige aber nicht mehr blicken zu lassen. Laut NBC News sei er vom Dienst suspendiert worden - inklusive dem Verlust aller Universitätsprivilegien.

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