Nach Teilmobilisierung: Russen verlassen scharenweise das Land! Erste Rekruten eingezogen

Moskau (Russland) - Der Angriffskrieg gegen die Ukraine läuft aus russischer Sicht alles andere als gut. Jetzt ordnete Kreml-Despot Wladimir Putin (69) die Teilmobilisierung an: Mindestens 300.000 Rekruten sollen ab sofort die eigenen Reihen verstärken. Was folgte, war ein beispielloser Andrang auf Flugreisen raus aus Russland.

Am Flughafen Moskau-Scheremetjewo sind die meisten Flüge in Visa-freie Länder ausgebucht oder extrem teuer. (Symbolbild)
Am Flughafen Moskau-Scheremetjewo sind die meisten Flüge in Visa-freie Länder ausgebucht oder extrem teuer. (Symbolbild)  © KIRILL KUDRYAVTSEV / AFP

Russen, die von Moskau oder St. Petersburg ins Visa-freie Ausland fliegen möchten, haben derzeit schlechte Karten. Kurz nach Bekanntwerden der Teilmobilisierung stiegen die Preise für Flüge in solche Länder in astronomische Höhe, wie das russischsprachige Portal lenta.ru berichtet.

So kostet ein Oneway-Ticket mit Aeroflot von Moskau nach Istanbul mittlerweile stolze 1273,37 Euro (statt der üblichen 400 Euro) - frühester Abreisetag: nächster Mittwoch.

Bei Flügen in Länder wie Georgien, Armenien oder Usbekistan sieht die Situation ähnlich aus.

Flüge nach Istanbul oder Jerewan innerhalb von Minuten ausgebucht

Kommt jetzt die Ausreisesperre?

Wladimir Putin (69) hat den nächsten Schritt absolviert.
Wladimir Putin (69) hat den nächsten Schritt absolviert.  © Gavriil GRIGOROV / SPUTNIK / AFP

Auch die Leiterin der staatlichen Tourismus-Behörde Rostourism, Zarina Dugosowa, tat wenig, um die Lage zu entspannen.

Aus ihrem Haus hieß es, man wolle zwar keine Ausreisebeschränkungen einführen, allerdings warte man noch auf "relevante offizielle Klarstellungen". Man habe bereits um klärende Informationen gebeten, so Dugosowa.

Wer zwischen den Zeilen liest, weiß, was das bedeutet - und bucht sich wohl lieber noch heute einen Flug als morgen.

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Nach Teilmobilisierung: Erste Rekruten in Jakutien eingezogen

Inzwischen nimmt die Teilmobilisierung weiter Fahrt auf.

Videos, die auf sozialen Netzwerken verbreitet und offenbar in der Stadt Nerjungri (Jakutien) aufgenommen wurden, sollen zeigen, wie Rekruten von Bussen abgeholt werden und sich unter Tränen von ihren Familien verabschieden.

Derweil heißt es aus dem russischen Verteidigungsministerium, dass die 300.000 Mann umfassende Teilmobilisierung lediglich 1,1 Prozent des gesamten Mobilisierungs-Potenzials von rund 25 Millionen Russen im wehrfähigen Alter ausmachen würde.

Soll heißen: Wenn Putin will, könnten schon bald mehr Russen zum Krieg in der Ukraine gezwungen werden.

Titelfoto: Montage: Kirill KUDRYAVTSEV / AFP, Kirill KUDRYAVTSEV / AFP

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