Schock-Diagnose im Krankenhaus: Baby positiv auf Kokain getestet
Marbella (Spanien) - Erst erwischte die spanische Polizei eine junge Familie beim Wildcampen, dann - nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt - klickten die Handschellen. Den Eltern wird vorgeworfen, dass sie ihrem Säugling Drogen verabreicht haben.
Laut einem Bericht der britischen "Daily Mail" erreichte die örtliche Polizei des Küstenortes Marbella am vergangenen Sonntagmorgen ein Anruf eines besorgten Bürgers. In der Nähe des Cabopino Beach habe er gesehen, wie jemand direkt unter einem großen Baum ein Feuer gelegt haben soll.
Die Beamten eilten sofort zur Stelle, um Schlimmeres zu verhindern. Vor Ort trafen sie auf eine 26-jährige Britin, ihren 43-jährigen spanischen Partner und ihr wenige Monate altes Baby. Zudem stand unweit der improvisierten Feuerstelle ein Auto, das jedoch keinen gültigen TÜV mehr hatte.
Sofort fiel den Beamten auf, dass etwas nicht stimmte. Der Säugling wirkte krank und unterernährt. Aus diesem Grund beschlossen sie, die Familie in ein örtliches Krankenhaus zu bringen, damit die Eltern und das Kleinkind einmal durchgecheckt werden konnten. Im Krankenhaus stellten die Ärzte fest, dass der rund acht Monate alte Junge für sein Alter untergewichtig war, und führten zudem einige Tests durch.
Dann der Schock: Ein Drogentest fiel positiv auf Kokain aus! Der Kleine wurde umgehend in eine Kinderklinik eingeliefert, wo sich seitdem um ihn gekümmert wird.
Welche Strafe droht jetzt den Eltern?
Zur selben Zeit wurden die Eltern des Jungen verhaftet und am Mittwoch schließlich einem Haftrichter vorgeführt. Laut dem Bericht der britischen Zeitung wird erwartet, dass sich das Paar gegen eine Kaution freikaufen kann.
Bis zu einer endgültigen Entscheidung soll das Kind "vorübergehend in Notbetreuung genommen werden".
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