"Systeme sind uralt": Luftraum über Griechenland stundenlang gesperrt
Von Takis Tsafos, Alexia Angelopoulou
Athen (Griechenland) - Im griechischen Luftraum gab es am Sonntagmittag massive Probleme. Eine Telekommunikationsstörung hatte den Flugbetrieb stundenlang fast vollständig zum Erliegen gebracht. Mittlerweile rollt der Verkehr wieder an.
Erste Maschinen sind gestartet und gelandet. "Die Fluglotsen nutzen alternative Frequenzen und können nun wieder erste Flüge abwickeln", sagte der Präsident des Verbands der Fluglotsen Panagiotis Psarros dem griechischen TV-Sender ERTNews.
Wann der Luftverkehr wieder vollständig normal laufen sollte, konnte er nicht sagen.
Eine Cyberattacke schloss der Präsident des Verbands der Fluglotsen aus. Er kritisierte vielmehr den Zustand der Kommunikationssysteme: "Unsere Systeme sind uralt", sagte er.
Darauf habe die Gewerkschaft der Fluglotsen bereits mehrfach hingewiesen. Zeitweise konnten die Fluglotsen demnach weder untereinander noch mit den Piloten kommunizieren.
Passagiere mussten auf unbestimmte Zeit ausharren
Kaum Maschinen im griechischen Luftraum
Die Panne hatte Auswirkungen weit über Griechenland hinaus.
Auf Flightradar24, einem Online-Dienst zur Echtzeit-Flugverfolgung, war ein nahezu leerer griechischer Luftraum zu sehen, während sich über den umliegenden Ländern die Flugzeuge ballten, weil sie umgeleitet werden mussten.
Betroffen von den Einschränkungen sind alle Flughäfen des Landes, darunter die internationalen Airports in Athen und Thessaloniki.
Erstmeldung vom 4. Januar, 11.57 Uhr. Letzte Aktualisierung am 4. Januar, 15.14 Uhr.
Titelfoto: Yorgos Karahalis/AP/dpa

