Regierungschef beweist mithilfe eines Globus, dass Erde keine Scheibe ist - und wird ausgelacht

Prag (Tschechien) - Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš (71) hat sich zum besseren Verständnis der aktuellen Weltpolitik einen Globus gekauft.

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš (71) hat sich einen Globus zugelegt, um den Grönland-Konflikt besser verstehen zu können. (Archivfoto)
Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš (71) hat sich einen Globus zugelegt, um den Grönland-Konflikt besser verstehen zu können. (Archivfoto)  © Sulová Kateøina/CTK/dpa

Im Zuge einer Pressekonferenz am Montag hatte Babiš erklärt, dass er sich einen "schönen, großen Globus" gekauft habe, um genau zu wissen, wo eigentlich Grönland liegt. Für die tschechische Presse ein gefundenes Fressen.

Laut einem Bericht der Zeitung "iDNES" habe der Ministerpräsident dafür gar 15.000 Kronen (rund 617 Euro) geblecht. Diesen Vorwurf der Unwissenheit konnte der 71-Jährige jedoch nicht auf sich sitzen lassen. Am Dienstag bezog er deshalb Stellung.

In einem Beitrag auf Instagram präsentierte er stolz den jüngst erworbenen Globus und erklärte: "Ich unterhalte gerade ein paar Leute und manche Leute lachen mich aus."

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Ob seine anschließende Erklärung für den Kauf der Miniatur-Weltkugel allerdings zu weniger Gelächter beitrug, blieb weiterhin fraglich. Vermutlich aber war eher das Gegenteil der Fall.

Babiš erklärte, dass sein neu gekaufter Globus die Erde realistischer darstellt als eine zweidimensionale Weltkarte.
Babiš erklärte, dass sein neu gekaufter Globus die Erde realistischer darstellt als eine zweidimensionale Weltkarte.  © Instagram/@andrejbabis

Tschechiens Ministerpräsident Babiš zeigt, dass Erde rund ist

Angesichts der öffentlichen Reaktionen sah sich der tschechische Regierungschef dazu genötigt, seinen neu gekauften Globus zu erklären.
Angesichts der öffentlichen Reaktionen sah sich der tschechische Regierungschef dazu genötigt, seinen neu gekauften Globus zu erklären.  © Instagram/@andrejbabis

Im Grunde zeigte Babiš in seinem Clip nämlich nur auf, dass die Größe Grönlands auf einer zweidimensionalen Weltkarte nicht der Realität entspricht. Auf dem Globus lasse sich dagegen das "tatsächliche Größenverhältnis" erkennen.

Seine frisch gewonnene Erkenntnis über die kugelförmige Erde wolle er dafür nutzen, um "ganz deutlich" nachvollziehen zu können, wie eine russische Rakete im Krisenfall über Grönland in Richtung der USA fliegen und dort einschlagen würde.

Während sich der tschechische Regierungschef anschließend für eine diplomatische Lösung des Grönland-Konflikts aussprach, schien ihm nicht bewusst zu sein, dass er zuvor den Eindruck vermittelt hatte, er hätte nicht gewusst, dass die Erde keine Scheibe ist.

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Dementsprechend komisch wirkte es, wenn Babiš stolz aufzeigte, dass Russland und die USA aufgrund der Rundung der Erde viel näher aneinander liegen, als es auf einer zweidimensionalen Weltkarte veranschaulicht werden könne.

Titelfoto: Bildmontage: Instagram/@andrejbabis

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