Taxifahrerin (†44) von Gast niedergestochen und aus Auto geworfen: Familie nimmt Abschied
Šumperk (Tschechien) - Von der Rückbank aus mit einem Küchenmesser attackiert! Die 44-jährige Taxifahrerin Jaroslava M. ist im tschechischen Šumperk, im Nordosten des Landes, mutmaßlich von einem Fahrgast (38) ermordet worden. Angehörige nehmen Abschied von der Dreifach-Mama.
"Mit tiefem Schmerz im Herzen" informierten Angehörige über die Trauerfeier am Freitagnachmittag. "Dein Leuchten beschützt weiterhin die drei Kinder, die aus deiner Handfläche entsprungen sind", hieß es in dem Nachruf.
Wie Šumperks Bürgermeister Miroslav Adámek gegenüber der tschechischen Nachrichtenplattform Novinky.cz berichtete, arbeite man nach dem Mord an zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen für Taxifahrer.
Demnach biete die Stadt beispielsweise den Einbau von Schutzscheiben in die Fahrzeuge oder eine Anbindung an das Notrufsystem an, welches direkt mit der Stadtpolizei verbunden sei.
Nach übereinstimmenden Berichten tschechischer Medien, unter Berufung auf Behördenangaben, ereignete sich der Angriff am Dienstagmorgen, dem 17. Februar.
Der 38-jährige Tatverdächtige soll ein Taxi bestellt haben, mit dem Ziel, es zu übernehmen und anschließend Selbstmord zu begehen.
Unfall mit hoher Geschwindigkeit nach der Tat
Nach Berichten von etwa iDNES.cz oder Blesk stieg der 38-Jährige wohl an einer Tankstelle auf den Rücksitz des Taxis und ließ die Fahrerin an einem abgelegenen Ort anhalten. Dann soll er von hinten mit einem Küchenmesser in die rechte Halsseite seines Opfers gestochen haben.
Anschließend zerrte er wohl die 44-Jährige aus dem schwarzen Škoda Superb, ließ sie verletzt zurück und flüchtete mit dem Taxi. Die Taxifahrerin wurde später in ein Krankenhaus gebracht und erlag am Samstag ihren Verletzungen.
Der 38-Jährige habe das Taxi nach der Tat mit hoher Geschwindigkeit in den Gegenverkehr gelenkt und sei mit einem entgegenkommenden Octavia verunfallt. Fahrer (55) und Beifahrer (49) überlebten die Kollision verletzt. Der Fluchtfahrer sei nahezu unverletzt geblieben, hieß es.
Der Flüchtige wurde von der Polizei festgenommen und in Untersuchungshaft gesteckt. Er wäre drogen- und alkoholabhängig und habe auch während der Tat einen Blutalkoholwert von knapp einem Promille gehabt. Der 38-Jährige wurde wegen Mordes und zweifachen versuchten Mordes angeklagt, hieß es. Ihm droht eine langjährige Haftstrafe.
Solltet Ihr selbst von Suizid-Gedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.
Titelfoto: Bildmontage: Facebook/jarca.*****

