Nach Tod der Hamburger Familie: Nächster deutscher Tourist in der Türkei gestorben

Fatih (Türkei) - Nach dem tragischen Tod einer Familie aus Hamburg während ihres Urlaubs in Istanbul ist nun ein weiterer deutscher Tourist verstorben.

Gürhan Takıl starb am Mittwoch, nachdem er wegen Atemnot und starker Schweißausbrüche ins Krankenhaus gebracht worden war.
Gürhan Takıl starb am Mittwoch, nachdem er wegen Atemnot und starker Schweißausbrüche ins Krankenhaus gebracht worden war.  © Facebook/Screenshot/GS Saffet Aydogdu

Wenige Tage nach seiner Ankunft am 17. November erkrankte der Tourist Gürhan Takıl während eines Urlaubs in Istanbul.

Laut TurizmAktüel bekam er in seinem Hotel im Stadtteil Fatih plötzlich Atemnot und starke Schweißausbrüche, woraufhin er umgehend ins Krankenhaus gebracht wurde. Am Mittwoch verstarb er schließlich.

Erste Untersuchungen ergaben, dass Takıl am Vortag Bohnen und Reis gegessen und zudem eine Wasserpfeife geraucht hatte.

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Ob dies im Zusammenhang mit seinem Tod steht, ist bisher unklar. Die Ermittlungen werden in alle Richtungen geführt.

Gürhan starb nur wenige Tage nach der Hamburger Familie

Die Familie starb während ihres Türkeiurlaubs.
Die Familie starb während ihres Türkeiurlaubs.  © Facebook/Screenshot/Atatürk Dostları

Besonders erschütternd ist der Fall, da er nur wenige Tage nach dem tragischen Tod der Hamburger Familie im selben Stadtteil geschah.

Die Eltern und ihre zwei kleinen Kinder waren am 9. November nach Istanbul gereist und am 12. November mit Verdacht auf Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Trotz medizinischer Behandlung überlebte niemand von ihnen. Die Behörden gehen inzwischen davon aus, dass eine chemische Vergiftung im Hotel die Ursache war.

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Auch zwei Schwestern aus den Niederlanden, Sadegül und Emine Onur, mussten während ihres Urlaubs in Fatih am Dienstag mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Glücklicherweise sind sie mittlerweile auf dem Weg der Genesung.

Die zunehmende Zahl solcher Vorfälle verunsichert nicht nur die Bevölkerung, sondern erschüttert auch zahlreiche Touristen vor Ort.

Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Screenshot/GS Saffet Aydogdu, Facebook/Screenshot/Atatürk Dostları

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