Familienfest wird zur Tragödie: Mutter soll Wein mit Gift versetzt haben

North Carolina (USA) - Ein Thanksgiving-Familienessen im US-Bundesstaat North Carolina nahm ein tragisches Ende, als eine Mutter (52) vergifteten Wein serviert haben soll.

Der von dem Trio getrunkene Wein war mit Acetonitril versetzt. (Symbolbild)
Der von dem Trio getrunkene Wein war mit Acetonitril versetzt. (Symbolbild)  © 123rf/279photo

Wie WSAZ3 berichtet, tischte Gudrun Casper-Leinenkugel ihrer Familie beim Erntedankfest Wein auf, der offenbar von ihr verunreinigt wurde.

Denn kurz darauf erkrankten ihre Tochter Leela Levis, ihre Schwester und deren Partner - die einzigen, die davon tranken - schwer.

Leela starb wenige Tage später, am 1. Dezember, woraufhin Ermittlungen eingeleitet wurden.

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Laut Staatsanwaltschaft war der von dem Trio getrunkene Wein mit Acetonitril versetzt - einer farblosen Flüssigkeit, die häufig in Batterien verwendet wird und sich in hochgiftiges Zyanid umwandeln kann.

Gudrun Casper-Leinenkugel soll noch mit weiteren Todesfällen in Verbindung stehen

Leela Levis starb am 1. Dezember, nachdem sie den vergifteten Wein getrunken hatte.
Leela Levis starb am 1. Dezember, nachdem sie den vergifteten Wein getrunken hatte.  © Facebook/Screenshot/Leela Levis

Gudrun rückte in den Fokus der Ermittlungen, nachdem bekannt wurde, dass sie vor dem Tod ihrer Tochter gegoogelt haben soll: "Was passiert, wenn ich versehentlich Acetonitril zu mir nehme?"

Doch das ist nicht alles, was die Polizei herausfinden konnte. Die 52-Jährige, die in Deutschland aufgewachsen ist, soll noch mit weiteren Todesfällen in Verbindung stehen, darunter der von Michael Schmidt, der 2007 bei einem Hausbrand ums Leben kam.

Über die genauen Umstände der weiteren Fälle gibt es bislang keine Informationen.

Gudrun Casper-Leinenkugel droht die Todesstrafe

Gudrun Casper-Leinenkugel (52) droht die Todesstrafe.
Gudrun Casper-Leinenkugel (52) droht die Todesstrafe.  © Facebook/Screenshot/North Carolina State Bureau of Investigation

Gudrun wurde am 16. Februar verhaftet und inzwischen wegen zweifachen Mordes ersten Grades sowie zweifachen versuchten Mordes angeklagt, wie das North Carolina State Bureau of Investigation mitteilte.

Eine Freilassung gegen Kaution wurde ihr verweigert, und im Falle einer Verurteilung droht ihr die Todesstrafe.

Die Behörden von North Carolina setzen sich aktiv für die Wiedereinführung der Todesstrafe ein. Grundlage dafür ist das sogenannte "Iryna-Gesetz", das nach einer Ukrainerin benannt ist, die von einem psychisch kranken Wiederholungstäter getötet wurde.

Das Gesetz sieht vor, die zulässigen Hinrichtungsmethoden zu erweitern und künftig neben dem elektrischen Stuhl auch Erschießungen zu erlauben.

Titelfoto: Bildmontage: 123RF/279photo, Facebook/Screenshot/North Carolina State Bureau of Investigation

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