Michigan (USA) - Eine Welle der Angst macht sich im US-Bundesstaat Michigan breit. Nachdem sich mehrere Kunden nach einem Besuch eines Fast-Food-Lokals mit einem Parasiten infiziert haben, sind jetzt sogar zwei Menschen an dessen Folgen gestorben.
"Cyclospora cayetanensis" - das ist der Name des Übeltäters, der im menschlichen Körper eine schwere Darmerkrankung auslöst.
Laut einem Bericht des Nachrichtensenders "CNN" wurden bisher 11.234 Fälle im gesamten Bundesstaat gemeldet. Cyclosporiasis - die Krankheit, die durch den Parasiten ausgelöst wird - ist normalerweise nicht tödlich. Dennoch kann sie, insbesondere wenn schwerere Vorerkrankungen vorliegen, einen tödlichen Verlauf nehmen.
Noch immer befinden sich 193 Menschen mit Symptomen im Krankenhaus. Zwei sind in an den Folgen der schweren Darmkrankheit ums Leben gekommen.
"Laut Krankenakten litten beide Betroffenen an erheblichen Vorerkrankungen, die durch die Cyclosporiasis und die Dehydrierung verschlimmert worden sein können. Weitere Informationen zu diesen beiden Fällen werden nicht veröffentlicht", heißt es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums Michigan.
Ausgelöst wurde die Infektionswelle mutmaßlich durch kontaminierten Eisbergsalat, der in den Filialen des Fast-Food-Giganten "Taco Bell" serviert wurde. Mittlerweile wurde das Gemüse zurückgerufen.
Explosionsartiger Durchfall und Dehydrierung
Die Parasiten lösen im menschlichen Körper neben Bauchkrämpfen und Blähungen auch plötzlichen, explosionsartigen Durchfall aus. Dieser ist an und für sich nicht das Gefährliche, doch der mit dem Durchfall einhergehende Flüssigkeitsverlust kann tödliche Folgen haben. Infizierte müssen deshalb durch Trinken dem Flüssigkeitsverlust gegensteuern.
In den USA kommt es immer wieder zu Cyclosporiasis-Ausbrüchen. Typischerweise kommen diese immer wieder in den Frühlings- und Sommermonaten zwischen Mai und August vor. In diesem Jahr sind die Fallzahlen jedoch besonders hoch.