Fledermaus fliegt Wanderin in den Mund: Behörden schlagen Alarm
New Jersey (USA) - Eine Wanderin wollte den Nachthimmel fotografieren, doch plötzlich flog ihr eine Fledermaus direkt in den Mund. Nun haben die Behörden des US-Bundesstaates New Jersey eine Warnung vor tollwütigen Tieren herausgegeben.
Alles in Kürze
- Fledermaus fliegt Wanderin in den Mund
- Behörden warnen vor tollwütigen Tieren in New Jersey
- Sechs Fälle von Tollwut bei Tieren bekannt
- Tollwutinfektion kann lebensgefährlich sein
- Experten warnen vor steigendem Risiko

Wie die Daily Mail berichtet, suchte Erica Kahn nach dem Vorfall mit dem Flughund sofort ärztliche Hilfe auf.
Da sie arbeitslos und ohne Krankenversicherung war, schloss sie in Panik eine Versicherung ab - in der Annahme, dass die dringend benötigte Behandlung dadurch abgedeckt sei. Doch das stellte sich als folgenschwerer Irrtum heraus.
Denn die Versicherung verweigerte die Kostenübernahme, da bei Neuverträgen eine übliche Wartezeit von 30 Tagen gilt.
Für Erica bedeutete das eine Arztrechnung von über 20.000 US-Dollar (etwa 17.100 Euro) für die lebensrettende Tollwutimpfung.
Experten warnen vor einem steigenden Risiko, sich mit Tollwut zu infizieren

Inzwischen sind bereits sechs Fälle bekannt, bei denen unter anderem Waschbären, Füchse und eine Katze positiv auf Tollwut getestet wurden.
Darunter war auch ein Stinktier, das im Garten eines Anwohners mit zwei Hunden in Kontakt kam. Zum Glück wurde keiner der Vierbeiner verletzt. Ein Biss hätte fatale Folgen haben können - infizierte Haustiere könnten das Virus schnell auf den Menschen übertragen, was lebensgefährlich enden kann.
Denn ohne sofortige medizinische Hilfe verläuft die Krankheit in nahezu allen Fällen tödlich. Nur eine schnelle Reaktion kann Leben retten.
Todesfälle beim Menschen sind zwar selten, doch Experten warnen vor einem steigenden Risiko.
Tollwütige Tiere treten immer häufiger auf
Mehr als 200 Touristen aus 38 US-Bundesstaaten könnten sich in diesem Sommer in Wyoming bei einer Fledermauskolonie mit dem Tollwutvirus infiziert haben.
Die Gesundheitsbehörden reagierten mit einer umfassenden Aufklärungskampagne und warnten eindringlich vor tollwütigen Tieren.
Doch die Fälle nehmen weiter zu: Erst Anfang des Monats wurden zwei Menschen in North Carolina von einem tollwütigen Fuchs gebissen. Beide befinden sich noch in medizinischer Behandlung.
Titelfoto: Bildmontage: 123RF/mealmeaw, Facebook/Screenshot/Erica Kahn