Fledermaus fliegt Wanderin in den Mund: Behörden schlagen Alarm

New Jersey (USA) - Eine Wanderin wollte den Nachthimmel fotografieren, doch plötzlich flog ihr eine Fledermaus direkt in den Mund. Nun haben die Behörden des US-Bundesstaates New Jersey eine Warnung vor tollwütigen Tieren herausgegeben.

Erica Kahn begab sich sofort in ärztliche Behandlung und schloss eine Krankenversicherung ab.
Erica Kahn begab sich sofort in ärztliche Behandlung und schloss eine Krankenversicherung ab.  © Facebook/Screenshot/Erica Kahn

Wie die Daily Mail berichtet, suchte Erica Kahn nach dem Vorfall mit dem Flughund sofort ärztliche Hilfe auf.

Da sie arbeitslos und ohne Krankenversicherung war, schloss sie in Panik eine Versicherung ab - in der Annahme, dass die dringend benötigte Behandlung dadurch abgedeckt sei. Doch das stellte sich als folgenschwerer Irrtum heraus.

Denn die Versicherung verweigerte die Kostenübernahme, da bei Neuverträgen eine übliche Wartezeit von 30 Tagen gilt.

Um Familie für neue Frau zu verlassen: Mann täuscht tödlichen Kajak-Unfall vor
USA Um Familie für neue Frau zu verlassen: Mann täuscht tödlichen Kajak-Unfall vor
Junge Frau (†17) stirbt nach Kopfschuss: Ärzte retten ihr ungeborenes Kind
USA Junge Frau (†17) stirbt nach Kopfschuss: Ärzte retten ihr ungeborenes Kind

Für Erica bedeutete das eine Arztrechnung von über 20.000 US-Dollar (etwa 17.100 Euro) für die lebensrettende Tollwutimpfung.

Experten warnen vor einem steigenden Risiko, sich mit Tollwut zu infizieren

Während Erica Kahn den Nachthimmel fotografierte, flog ihr plötzlich eine Fledermaus direkt in den Mund.
Während Erica Kahn den Nachthimmel fotografierte, flog ihr plötzlich eine Fledermaus direkt in den Mund.  © 123RF/mealmeaw

Inzwischen sind bereits sechs Fälle bekannt, bei denen unter anderem Waschbären, Füchse und eine Katze positiv auf Tollwut getestet wurden.

Darunter war auch ein Stinktier, das im Garten eines Anwohners mit zwei Hunden in Kontakt kam. Zum Glück wurde keiner der Vierbeiner verletzt. Ein Biss hätte fatale Folgen haben können - infizierte Haustiere könnten das Virus schnell auf den Menschen übertragen, was lebensgefährlich enden kann.

Denn ohne sofortige medizinische Hilfe verläuft die Krankheit in nahezu allen Fällen tödlich. Nur eine schnelle Reaktion kann Leben retten.

Blutbad in katholischer Schule: Amokläuferin hinterlässt verstörendes Manifest
USA Blutbad in katholischer Schule: Amokläuferin hinterlässt verstörendes Manifest
Kinder in Kirche erschossen: FBI prüft Tat als "Hassverbrechen gegen Katholiken"
USA Kinder in Kirche erschossen: FBI prüft Tat als "Hassverbrechen gegen Katholiken"

Todesfälle beim Menschen sind zwar selten, doch Experten warnen vor einem steigenden Risiko.

Tollwütige Tiere treten immer häufiger auf

Mehr als 200 Touristen aus 38 US-Bundesstaaten könnten sich in diesem Sommer in Wyoming bei einer Fledermauskolonie mit dem Tollwutvirus infiziert haben.

Die Gesundheitsbehörden reagierten mit einer umfassenden Aufklärungskampagne und warnten eindringlich vor tollwütigen Tieren.

Doch die Fälle nehmen weiter zu: Erst Anfang des Monats wurden zwei Menschen in North Carolina von einem tollwütigen Fuchs gebissen. Beide befinden sich noch in medizinischer Behandlung.

Titelfoto: Bildmontage: 123RF/mealmeaw, Facebook/Screenshot/Erica Kahn

Mehr zum Thema USA: