Mann tötet Ex-Frau und verbrennt zerstückelte Leiche, dann lügt er seine Tochter an
Kentucky (USA) - Mord, Leichenschändung, Manipulation von Beweismitteln und Sachbeschädigung. Wegen all dieser Taten wurde Fairley Napier (49) aus Kentucky am 1. April von einem Gericht zu 45 Jahren Haft verurteilt. Das schlimmste Verbrechen war wohl der Mord an seiner Ex-Frau Joanie Campbell-Smith (†45), die er tötete, weil er sie nach eigenen Angaben nicht mehr sehen konnte.
Im Januar 2024 war es zuallererst eine der beiden Töchter des früheren Paares, die vermutete, dass etwas nicht stimmte. Ihre Mutter ging nicht mehr an ihr Handy, weswegen sie, gemeinsam mit ihrem Vater Napier, nach ihr suchte und schließlich am 4. Januar eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgab. Das berichtet das US-amerikanische Nachrichtenportal "Law & Crime".
Einige Tage später dann der Schock: Der Vater beichtete gegenüber seiner Tochter, dass er es war, der ihre Mutter getötet und verschwinden lassen hatte, weil "er es nicht mehr ertragen konnte, sie im Holzlager des Hauses liegen zu sehen".
Unverzüglich ging die junge Frau zur Polizei und sagte gegen Napier aus. Zwei Tage später folgte die Gewissheit. Auf einem von Napiers Grundstücken fanden die Ermittler ein völlig ausgebranntes Fahrzeug und darin eine zerstückelte Leiche. Wie ein DNA-Abgleich kurz darauf bestätigte, handelte es sich dabei um die vermisste Joanie Campbell-Smith. Am 7. Januar stellte sich der Mörder dann der Polizei.
Doch vor Gericht versuchte er, sich zunächst herauszureden. Joanie und er hätten sich demnach zu einem Treffen an einer abgelegenen Tankstelle verabredet, um sich zu unterhalten. Sie habe ihn gebeten, die Fensterscheiben ihres Autos einzuschlagen, damit sie sich gemeinsam mit ihrem neuen Ehemann einen neuen Chevrolet Tahoe kaufen könne. Dies sei das letzte Mal gewesen, dass Napier seine Ex-Frau gesehen habe.
Die Beweise, die gegen den 49-Jährigen vorliegen, sagen jedoch etwas anderes. So sei es an jenem Tag zwar zu einem Treffen auf dem Parkplatz gekommen, jedoch wurde dort nicht die Fensterscheibe eines Autos eingeschlagen, sondern das Leben einer zweifachen Mutter kaltblütig beendet.
Mann hat Leiche seiner Ex-Frau mit Holzfällergeräten zugerichtet
Mit einer Schusswaffe tötete Napier die Mutter seiner Kinder und kaufte kurz darauf in einem nahe gelegenen Markt eine Hacke. Spätere Ermittlungen konnten Gewebespuren von Joanie an verschiedenen Holzfällergeräten von Napier feststellen, was darauf hindeutete, dass der 49-Jährige seine Ex-Frau nach dem Mord zunächst verstümmelte und später - mitsamt des Autos - verbrannte.
Als mutmaßliches Motiv für den kaltblütigen Mord wurde in der Anklageschrift Eifersucht aufgeführt. Demnach habe Napier es nicht verkraftet, dass Joanie erneut geheiratet hat, und das, obwohl er selbst auch in einer neuen Beziehung war.
Titelfoto: Fotomontage: Alex Kormann/Star Tribune/AP/dpa, Screenshot: Deaton Funeral Home
