Per Gesetz: Trump soll Grönland zum 51. US-Bundesstaat machen
Nuuk/Washington D.C. - Mithilfe eines neuen Gesetzes soll US-Präsident Donald Trump (79) dazu ermächtigt werden, die "notwendigen Mittel" zu finden, um Grönland zu annektieren.
Der sogenannte "Greenland Annexation and Statehood Act" wurde am Montag vom republikanischen Kongressabgeordneten Randy Fine (51) erstmals vorgestellt.
Der Gesetzentwurf sieht vor, dem US-Präsidenten die Befugnis zu erteilten, "Grönland als Territorium der Vereinigten Staaten zu annektieren oder anderweitig zu erwerben".
Sobald dies geschehen ist, soll Grönland in einem beschleunigten Verfahren zu einem eigenen US-Bundesstaat erklärt werden, heißt es in den Gesetzestext weiter. Die 57.000-Einwohner-Insel in der Arktis würde damit zum 51. Bundesstaat werden.
Wie zuvor bereits die Trump-Regierung betonte auch der Kongressabgeordnete Fine, dass eine Übernahme im Interesse der nationalen Sicherheit liege: "Mit dem Erwerb Grönlands würden wir verhindern, dass unsere Gegner die Arktis kontrollieren, und unsere Nordflanke gegenüber Russland und China sichern", schrieb der Republikaner in einem Beitrag auf X.
Einen genauen Termin, wann über dieses Annektierungsgesetz abgestimmt werden soll, gab es derweil noch nicht. In Grönland erneuerte die Regierung dagegen ihre Ablehnung solcher Pläne.
Grönland-Regierung kann US-Übernahme "nicht akzeptieren"
In einer Stellungnahme am Montag schrieb die Regierung: "Wir möchten klarstellen, dass wir die Diskussion um eine mögliche Übernahme Grönlands durch die USA nicht akzeptieren können."
Sie wies erneut darauf hin, dass Grönland als Teil des dänischen Königreichs auch Mitglied der NATO sei und deshalb auch von der NATO verteidigt werden müsse.
Die Bemühungen, dass dies im Notfall auch passiert, habe die Regierungskoalition angesichts der jüngsten Drohungen aus den USA deshalb verstärkt.
Auch die dänische Ministerpräsidentin, Mette Frederiksen (48), betonte zuletzt ihre Entschlossenheit zur Verteidigung: "Wir befinden uns inmitten einer erheblichen Wiederbewaffnung und wir sind bereit, unserer Werte zu verteidigen - auch in der Arktis."
Titelfoto: Bildmontage: Evgeniy Maloletka/AP/dpa, Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

