Tierschützer retten pinke Taube: Diente das Tier bei einer Gender-Reveal-Party als Requisite?

New York City - Sogenannte "Baby-Showers" erfreuen sich in den USA und auch hierzulande immer größerer Beliebtheit. Werdende Eltern verkünden mit großem Tamtam das Geschlecht ihres Nachwuchses, wollen mit spektakulären Highlights punkten und hoffen auf Geschenke. Jetzt kam es bei einer solchen Gender-Reveal-Party in New York City offenbar zu einem erschreckenden Fall von Tierquälerei.

Das Federkleid in pinke Farbe getaucht und völlig abgemagert: Taube "Flamingo" kam bei engagierten Vogelschützern unter.
Das Federkleid in pinke Farbe getaucht und völlig abgemagert: Taube "Flamingo" kam bei engagierten Vogelschützern unter.  © Facebook/Wild Bird Fund

Am Montag fand ein aufmerksamer Passant im Madison Square Park, mitten in Manhattan, eine pinke Taube. Wie die Nachrichtenseite "Daily Mail" berichtet, war das Tier in einem armseligen Zustand, wies deutliche Spuren von Unterernährung auf und wäre wohl elendig verendet.

Doch der Tierfreund eilte zur Rettung und brachte die Taube zu Wild Bird Fund, einer gemeinnützigen Organisation, die sich um verletzte und kranke Vögel kümmert.

Die Vogelfreunde päppelten das Tier wieder auf und gaben der pinken Taube inzwischen auch einen Namen: Flamingo.

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Doch es tut sich ein ungeheurerer Verdacht auf: Die Tierschützer vermuten, dass das geschundene Tier eingefärbt wurde, um bei einer sogenannten Gender-Reveal-Party die anstehende Geburt eines Mädchens zu symbolisieren.

Taube wurde absichtlich pink eingefärbt und im Park ausgesetzt

Im Madison Square Park, mitten in Manhattan, wurde die Taube ausgesetzt.
Im Madison Square Park, mitten in Manhattan, wurde die Taube ausgesetzt.  © 123rf7demerzel21

"Diese Kingtaube wurde absichtlich gefärbt und freigelassen", teilten die Ehrenamtlichen am Dienstag auf Facebook mit. "Als Hausvogel, der in der Wildnis weder Nahrung finden, noch gut fliegen oder Raubtieren entkommen kann, hatte es dieses arme Jungtier schon vor seiner Färbung schwer genug."

Die Organisation vermutet, dass der Vogel auf einem Geflügelmark gekauft und - nachdem er "seinen Zweck" erfüllt hatte - einfach wieder im Park freigelassen wurde.

"Bitte setzen Sie niemals Hausvögel in die freie Wildbahn aus. Nicht für Hochzeiten, Beerdigungen, Feiern, Kunstprojekte, egal was. (Wir hoffen, dass "nicht färben" eine Selbstverständlichkeit ist, aber...)", schrieb der Wild Bird Fund auf Facebook.

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Gender-Reveal-Partys sind mittlerweile ein globales Phänomen. Doch immer wieder kommt es im Rahmen solcher Feierlichkeiten zu befremdlichen Szenen. So kippte vor Kurzem zum Beispiel ein Paar aus Brasilien blaue Farbe in einen Wasserfall und verseuchte so das Trinkwasser mehrerer Dörfer.

Titelfoto: Montage: Facebook/Wild Bird Fund, 123rf7demerzel21

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