Tochter wegen Streit über Trump erschossen? Das hat ihr Vater nach der Tat zu sagen

Prosper (Texas/USA) - Nach dem tödlichen Streit zwischen Vater und Tochter über Donald Trump (79) hat sich der Schütze erstmals ausführlicher zum Hergang geäußert und seine Sicht der Dinge geschildert. Ein Gericht fällte derweil ein Urteil.

Lucy Harrison (†23) wurde in einer Debatte über Donald Trump von ihrem Vater getötet.
Lucy Harrison (†23) wurde in einer Debatte über Donald Trump von ihrem Vater getötet.  © Bildmontage: Cheshire Constabulary

Im Januar 2025 besuchte Lucy Harrison (23) zusammen mit ihrem Freund Sam Littler ihren Vater Kris in den USA.

Am 10. Januar, 30 Minuten vor ihrer Abreise, stritten sich Vater und Tochter über den aktuellen US-Präsidenten Trump. Die Situation eskalierte, und Kris schoss seiner eigenen Tochter mitten in die Brust.

Lucy überlebte den Vorfall nicht.

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Nun berichtet People über Bodycam-Aufnahmen eines Polizisten, die dem Gericht vorliegen und auf denen Kris kurz nach der Tat zu hören sein soll.

"Sie fragte: 'Hast du eine Waffe?', Ich sagte: 'Ja', ich habe sie rausgeholt, und dann ging sie einfach los, und [Lucy] stand da, als ich [die Waffe] rauszog", erklärte der Mann dem Polizisten. "Sie ging einfach los."

Lucy's Freund Sam hörte den Knall: "Ich erinnere mich, wie ich in den Raum rannte und Lucy auf dem Boden in der Nähe des Badezimmereingangs lag und Kris einfach nur schrie, einfach irgendwelchen Unsinn."

Die Waffe befand sich laut Aussagen des Vaters in einer verschlossenen Kiste in seinem Nachttisch. Gemeinsam mit seiner Tochter habe er sie sich anschauen wollen. "[Und] gerade als ich sie hochhob, ging sie los", verteidigte er sich.

Kris Harrison kommt glimpflich davon

Am vergangenen Mittwoch zog eine Gerichtsmedizinerin eine Untersuchungsbilanz: Kris Harrison habe die Waffe auf seine Tochter gerichtet - unabhängig von seiner Aussage, ob die Kugel automatisch abgefeuert wurde oder nicht.

Damit eine Person im Stehen mitten in der Brust getroffen werden kann, müsse die Pistole zielgerichtet auf sie gehalten werden. Kris Harrison habe "außergewöhnlich fahrlässig und verwerflich" gehandelt. Am Ende wertete das Gericht den schrecklichen Vorfall als Unfall. Damit entging der Amerikaner einer Haftstrafe.

"Das heutige Ergebnis hat Lucy endlich ihre Stimme zurückgegeben nach einem unerbittlichen Jahr voller tiefem Schock, Trauer und Kampf – einem Kampf mit stiller Konzentration und eiserner Entschlossenheit, um Lucy zu ermöglichen, ihre Wahrheit mit der einzigen Stimme auszusprechen, die sie jetzt noch hat", so Jane Coates, die Mutter des Opfers.

Titelfoto: Bildmontage: Cheshire Constabulary

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