Tragödie im Wahlkampf: Tochter von Bürgermeister-Kandidat tot neben Straße gefunden
Los Angeles (USA) - Austin Beutner (65) steckt gerade mitten im Wahlkampf. Am 2. Juni dieses Jahres will der 65-Jährige neuer Bürgermeister der US-Metropole Los Angeles werden. Seine einzige Tochter Emily, das jüngste von vier Kindern, wird diesen Tag nicht mehr miterleben.
Die 22-Jährige wurde in der Nacht zum 6. Januar neben einer abgelegenen Straße, zwischen trostlosen Feldern im Großraum von L.A. entdeckt. Wie die Los Angeles Times berichtet, wählte ein Passant den Notruf und schilderte, eine Frau gesehen zu haben, die dringend medizinische Hilfe benötigte.
Sanitäter und Polizei eilten herbei, versorgten Emily, brachten sie in ein Krankenhaus. Dort sei die Studentin für tot erklärt worden.
Wie lange die junge Frau, die ihr ganzes Leben noch vor Sicht hatte, in der Dunkelheit liegen musste, ist unklar. Das Morddezernat der Polizeibehörde aus dem Bezirk Los Angeles ermittelt. Wenn eine junge Person in einer solchen Situation gefunden werde, sei das durchaus üblich, so Lieutenant Michael Modica.
Emilys Leiche wurde derweil an die zuständige Gerichtsmedizin überstellt. Deren Sprecherin Viridiana Aguilar teilte mit, dass es noch Monate dauern könnte, bis die endgültige Todesursache festgestellt wird. Für die Hinterbliebenen der 22-Jährigen ist das sicher ein schwacher Trost.
Austin Beutner unterbricht nach Tod seiner Tochter Emily den Wahlkampf
Bürgermeister-Kandidat Austin Beutner hat sich nach der Tragödie zurückgezogen. Öffentliche Auftritte ruhen. "Meine Familie hat den unvorstellbaren Verlust unserer geliebten Tochter erlebt. Wir bitten um Privatsphäre und Ihre Gebete in dieser Zeit", sagte der 65-Jährige.
Beutner ist ehemaliger Leiter des Schulbezirks von Los Angeles. 2014 übernahm er als Herausgeber und CEO die Führung der Los Angeles Times. Nach nur einem Jahr wurde Beutner entlassen.
Für den Posten des Bürgermeisters von L.A. muss sich der 65-Jährige gegen Amtsinhaberin Karen Bass (72), TV-Star Spencer Pratt (42, "The Hills") und Aktivistin Rae Huang (43) behaupten.
Im Wahlkampf versucht Beutner vor allem, aus dem laxen Umgang mit den verheerenden Bränden vor einem Jahr Kapital zu schlagen. Tausende Häuser wurden damals im Westen der USA zerstört, zwölf Menschen kamen ums Leben. Auch sein eigenes Haus sei stark beschädigt worden.
Titelfoto: Montage: Screenshots/Facebook/Emily Beutner, Austin Beutner

