"Trump Bucks" versprechen Reichtum für Unterstützer, doch diese verlieren Tausende Dollar

USA - Trump-Anhänger werden derzeit Opfer von fiesen Betrügern, die sie dazu anstacheln, die Gedenkwährung "Trump Bucks" für Tausende US-Dollar zu kaufen - weil diese gegen echtes Geld eingetauscht werden könne.

Mit dem Tausch der Währung gegen echtes Geld und vermeidlichem Reichtum locken Betrüger ahnungslose Amerikanern das Geld aus den Taschen.
Mit dem Tausch der Währung gegen echtes Geld und vermeidlichem Reichtum locken Betrüger ahnungslose Amerikanern das Geld aus den Taschen.  © Screenshot: YouTube/The Review System

Wie das Magazin Business Insider berichtet, gehen die Betrüger dabei sogar so weit, die neuesten KI-Möglichkeiten zu nutzen: So verbreiten sich derzeit falsche Videos von Elon Musk (51) oder gar Donald Trump (76) selbst, die zum Kauf der Fan-Währung aufrufen.

Digitale Werbebanner versprechen im Namen der Erinnerung an Trumps erfolgreiche Präsidentschaft Reichtum durch "Donnie Dollars".

"Präsident Trump möchte, dass Sie endlich die Augen öffnen und an seine Macht für eine bessere Zukunft glauben!", so eine Werbebotschaft auf einer etlichen Verkaufs-Websites, die für eine "TRB Black Card" (Trump Rebate Banking) oder die "Diamond Trump Bucks" werben.

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Die Seiten sind meist einfach aufgebaut und nutzen Fake-Bewertungen um Seriosität auszustrahlen.

Auch Bezüge zu Erwähnungen der Währung in Interviews mit CNN-Moderator Tucker Carlson (54) finden Erwähnung.

Unechte Aufnahmen von Elon Musk, der Trump Bucks promotet

Gefälschter Telefon-Auftritt beim Nachrichtensender Fox News

KI-Tricks treffen Unterstützer von Donald Trump unvorbereitet

Auch Donald Trump (76) ist Opfer der Betrugsmasche: Immer wieder nutzen Kriminelle sein Gesicht und seine Stimme zur Vermarktung ihrer Währung.
Auch Donald Trump (76) ist Opfer der Betrugsmasche: Immer wieder nutzen Kriminelle sein Gesicht und seine Stimme zur Vermarktung ihrer Währung.  © Rob Carr / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP

Trumps Stimme - KI-generiert versteht sich - spricht in Nachrichtensendungen von Fox News oder CNN, die es nie gegeben hat.

"Ja, die Gerüchte stimmen", hört man die vermeintliche Stimme des Ex-Präsidenten ungewohnt monoton und langsam sagen. "Wir haben endlich das TRB-Mitgliedshandbuch veröffentlicht. Und es ist zu 100 Prozent funktional."

Musk erscheint in einem verschwommenen kurzen Clip, der nach einem Ausschnitt aus einem Interview aussieht, in dem er die "Trump Rebate Banking"-Cards in den Himmel lobt.

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"Ich habe eine Million Dollar für TRB-Zertifikate ausgegeben [...] bald werde ich wieder die reichste Person auf der Welt sein", so der Fake-Tesla-CEO.

Große amerikanische Banken und Unternehmen haben bereits bestätigt, dass sie "Trump Bucks" nicht als Tauschwährung gegen echtes Geld akzeptieren. Darunter Wells Fargo und die Bank of Amerika.

Andenken-Währungen bereits seit 2020 in Umlauf

Elon Musk (51) hat nie Geld für Trump-Bucks ausgegeben.
Elon Musk (51) hat nie Geld für Trump-Bucks ausgegeben.  © Michel Euler / AFP

Käufer der Trump-Währung hatten bereits versucht, diese zum Kauf oder Geldwechsel zu verwenden und wurden von beliebten Ketten wie Costco, Walmart oder Home Depot zurückgewiesen.

Seit 2020, dem Jahr in dem Joe Biden (80) Donald Trump als Präsident der USA ablöste, gibt es Anbieter der Fan-Währung. Sie stellen allerdings klar, dass es sich um Andenken handelt und kein echtes Geld.

Behauptungen wie "10.000 Diamant-Trump-Bucks können gegen 10.000 US-Dollar eingelöst werden", (etwa 9240 Euro) sind ein relativ neues Phänomen, auf das Trump-Wähler, QAnon-Anhänger und Vertreter der MAGA-Bewegung anspringen - offenbar dem verzweifelten Wunsch geschuldet, Trump wieder zum Präsidenten zu machen.

Anfang des Jahres war John Amann einer der ersten, der auf die Betrugsmasche reinfiel und 2200 US-Dollar (rund 2050 Euro) für Trump Bucks ausgab. Im Februar warnte er vor dem Kauf auf Twitter.

Doch auch er wird mittlerweile als "John" mit KI-generierter Stimmwiedergabe für die Verbreitung der Andenken-Währung missbraucht.

Titelfoto: Bildmontage: Rob Carr / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP, Screenshot: YouTube/The Review System

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