Verdacht auf Menschenschmuggel: Mann bei Schüssen schwer verletzt
Von Khang Mischke, Anna Ringle, Franziska Spiecker
Arivaca (dpa) - Bei einem Schusswaffenvorfall, bei dem auch der US-Grenzschutz involviert war, ist ein Mensch im US-Bundesstaat Arizona schwer verletzt worden. Er befand sich in kritischem Zustand, wie die US-Sender NBC News und Fox News unter Berufung auf die zuständigen Behörden berichteten. Der Mann war US-Medien zufolge des Menschenschmuggels verdächtigt worden.
Der Zwischenfall ereignete sich nach Angaben des Sheriff-Büros Pima County im Süden des Bundesstaats auf einer Autobahn nahe dem Ort Arivaca, etwa 16 Kilometer von der Grenze zu Mexiko entfernt.
Wie die US-Grenzschutzbehörde mitteilte, wollten Beamte am Dienstagvormittag (Ortszeit) einen Wagen stoppen, woraufhin der Fahrer zu Fuß flüchtete.
Nach Darstellung der Behörde schoss die Person zuerst - Beamte hätten das Feuer erwidert und sie getroffen.
Bei dem Einsatz seien Beamte am Boden sowie ein Hubschrauber der Grenzkontrolle (Border Patrol) involviert gewesen, sagte Pima-Sheriff Chris Nanos dem Portal "AZ Mirror" zufolge während einer Pressekonferenz.
Bei dem Verdächtigen handele sich um einen 34-Jährigen, der verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden sei, berichteten US-Medien wie der Sender NBC News.
Dem Portal "AZ Mirror" zufolge zeigen Gerichtsakten, dass der Mann im Dezember nach einer früheren Verurteilung wegen Menschenschmuggels aus der Haft geflohen sei.
Es gibt keine Verbindung zum ICE-Vorgehen
Den bisherigen Informationen zufolge hatten Grenzschutzbeamten bereits am Morgen einen Wagen mit mehreren Insassen gesichtet, zitierte NBC News das Sheriffbüro.
Als sie den Wagen stoppen wollten, seien die Menschen geflohen. Kurze Zeit darauf habe ein Grenzschutzbeamter dasselbe Auto zu erkennen geglaubt und es stoppen wollen.
Dabei sei es dann zu einer kurzen Verfolgungsjagd gekommen, bei der der Verdächtige auch auf den Hubschrauber geschossen habe und dann selbst getroffen worden sei.
Der Zwischenfall in Arizona ließ aufhorchen, auch wenn es sich nach bisherigen Informationen nicht um einen Einsatz handelte, der mit dem Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten ohne Papiere in Verbindung steht.
Erstmeldung: 27. Januar 2026, 21.18 Uhr, zuletzt aktualisiert am 28. Januar 2026, 15.23 Uhr.
Titelfoto: HERIKA MARTINEZ / AFP

