Texas (USA) - Todesstrafe oder lebenslang? Ein FedEx-Fahrer gab den Mord an einem siebenjährigen Mädchen zu – er tötete sie skrupellos in seinem Lieferwagen. Das Gericht diskutiert nun über die Konsequenz.
Am 13. November 2022 verschwand die kleine Athena Strand im US-Bundesstaat Texas. Mehr als drei Jahre später bekannte sich der 34-jährige Tanner Horner am Dienstag nun endlich dafür schuldig.
Laut Law & Crime wurde zum Zeitpunkt des Verschwindens ein Paket via FedEx an Athenas Zuhause geliefert. Darin befanden sich Barbie-Puppen, ein Weihnachtsgeschenk für das Mädchen.
Die Polizei konnte das Fahrzeug schnell ausfindig machen.
Die Aufnahmen der Innenkamera wurden gecheckt und man fand Material, das zeigte, wie Horner ein Mädchen mitnahm, dass Athena sehr ähnlich sah.
Der Mann behauptete, er habe die Siebenjährige versehentlich angefahren und sie anschließend in das Lieferfahrzeug gesetzt.
Angeblich geriet er in Panik. Nachdem sie mit ihm sprach und ihren Namen nannte, beschloss er, die Kleine zu töten. "Er habe versucht, Athena das Genick zu brechen, um sie zu töten", hieß es in einer eidesstattlichen Erklärung.
Da das nicht funktioniert habe, erwürgte er sie mit seinen Händen. Angeblich wollte das Mädchen ihrem Vater erzählen, dass sie von dem FedEx-Wagen angefahren worden sei.
Verstörende Aufnahmen aus Lieferwagen
Staatsanwalt Patrick Berry zeigte zum Eröffnungsplädoyer verstörende Tonaufnahmen, die den Mord an Athena belegen.
"Ihr werdet hören, was ein 113 Kilogramm schwerer Mann einem 30 Kilogramm schweren Kind antun kann", warnte er die Geschworenen. "Ich mache das seit 25 Jahren und ich verspreche euch: Haltet euch fest!"
Berry betonte die Stärke der Siebenjährigen: "Was Sie hier hören werden – und das werden Sie nicht mehr vergessen – ist der unbändige Kampfgeist dieses siebenjährigen Mädchens angesichts des sicheren Todes." Sie habe mit der Kraft von hundert Männern um ihr Leben gekämpft.
Wenige Tage nach ihrem Verschwinden wurde Athenas Leiche in einem Gewässer gefunden – etwa 14 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt.
Laut People sei das Kind beim Auffinden nackt gewesen und habe DNA-Spuren aufgewiesen, die auf einen vorherigen sexuellen Übergriff deuten würden. Nach seiner Tat fuhr der 34-Jährige weiter Pakete aus.
Die Staatsanwaltschaft diskutiert nach dem Geständnis nun darüber, ob Horner eine lebenslange Gefängnisstrafe oder die Todesstrafe erhält.