El Segundo (USA) - Die Wohngegend, in der Joseph Brandlin mit seiner Familie lebt, ist zuletzt immer unsicherer geworden. Daher griff der US-Amerikaner zu einer verzweifelten Maßnahme, für die er prompt hinter Gitter wanderte.
Der alleinerziehende Vater lebt mit seinen Kindern im kalifornischen El Segundo, nahe einem kinderfreundlichen Park. Doch an einer nahegelegenen Kreuzung häuften sich zuletzt Fälle, in denen es beinahe zu fatalen Unfällen zwischen Fußgängern und Autofahrern gekommen wäre.
"Ich habe beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen", erzählt Brandlin gegenüber CBS LA. Der 44-Jährige entschied, die komplette Kreuzung umzustrukturieren und griff dafür tief in die eigene Tasche.
An zwei der vier Kreuzungsausfahrten befanden sich bereits Stopp-Schilder, doch für Brandlin war dies nicht genug. Für gut 1000 US-Dollar kaufte er zwei weitere Stopp-Schilder "mit hoher Leuchtkraft", wie er weiter verrät.
Obendrauf legte er noch Schablonen für Buchstaben, mit denen er "Stopp" auf die Straße sprühte - alles, um die Gegend für seine und andere Kinder sicherer zu machen. Doch während der Vater in einer Nacht-und-Nebel-Aktion die Schilder installierte und die Straße besprühte, wurde er von der Polizei erwischt.
Anwohner fordern mehr Sicherheit an gefährlicher Kreuzung
Die Nacht verbrachte Brandlin in einer Zelle, nun würden ihm Anklagen wegen schwerer Straftaten drohen, wie er erzählt. "Schwerer Diebstahl wegen der Entwendung von Leitkegeln von einer nahegelegenen Baustelle und Sachbeschädigung an städtischem Eigentum." Doch er würde es wieder tun, denn "ich werde nicht warten, bis jemand stirbt."
Laut Brandlin würden Anwohner bereits seit Jahren fordern, dass besagte Kreuzung zu einer Kreuzung mit Stoppschildern in alle vier Richtungen umgestaltet wird. Doch die Stadt sieht keine Notwendigkeit und entfernte Brandlins mühsam installierte Verkehrsschilder.