New York - Weil die Geschworenen erneut zu keinem einstimmigen Urteil gekommen sind, ist der Vergewaltigungsprozess gegen den US-Filmproduzenten Harvey Weinstein (74) ein drittes Mal gescheitert.
Ein Richter erklärte den Prozess am Freitag zu einem "Fehlprozess", wie unter anderem "BBC" berichtete.
Die Staatsanwaltschaft prüfe nun, ob der Fall ein viertes Mal vor Gericht gebracht werden soll: "Während wir enttäuscht sind, dass das Verfahren mit einem Fehlprozess endete, respektieren wir das Geschworenensystem zutiefst und danken allen Geschworenen aufrichtig für ihre Zeit und ihr Engagement."
Im Mittelpunkt des Prozesses standen dabei die Vorwürfe der Schauspielerin Jessica Mann (40), die behauptet, im Jahr 2013 von Weinstein in einem Hotelzimmer vergewaltigt worden zu sein. Weinstein selbst, dem bereits mehrere Frauen sexuelle Übergriffe vorgeworfen hatten, beteuerte stets seine Unschuld.
Abseits des am Freitag gescheiterten Prozesses muss der frühere Hollywood-Produzent derzeit eine 16-jährige Haftstrafe in Kalifornien absitzen.
Verteidiger von Weinstein: "Staatsanwaltschaft sollte sich um tatsächliche Probleme kümmern"
Seine Verteidiger argumentierten nach dem jüngsten Fehlprozess: "Die Staatsanwaltschaft von Manhattan sollte aufhören, denselben Fall erneut zu versuchen, und ihre Zeit und Ressourcen auf die tatsächlichen Gewaltverbrechen, das Chaos und die Probleme der öffentlichen Sicherheit konzentrieren, die New Yorker jeden Tag betreffen."
Sie bedauerten zudem, dass die Geschworenen aufgrund von "Vorurteilen" gegenüber dem Angeklagten nicht auf "nicht schuldig" hätten plädieren können.
Nach Anschuldigungen aus dem Jahr 2017 wurde Weinstein bereits 2020 wegen mehrerer Sexualverbrechen verurteilt, ehe das Urteil 2024 aufgrund von Verfahrensfehlern aufgehoben wurde. Im Zuge eines neuen Prozesses, im Jahr 2025, konnte man sich ebenfalls auf kein einstimmiges Urteil einigen.