England - Tragischer Todesfall in England: Eine junge Frau wurde von ihrem Hund getötet, den sie über alles liebte.
Die 19-jährige Jamie-Lea Biscoe wurde vergangenen Freitag von ihrem Vater Jack Biscoe (37) im gemeinsamen Zuhause in Leaden Roding (England) leblos aufgefunden.
Nachdem er mit seinem Partner auswärts gegessen hatte, sah Jack seine Tochter auf dem Schlafzimmerboden liegen. Sie sei zwischen Bett und Nachttisch zusammengebrochen.
"Ich fand Jamie-Lea mit einem Loch im Hals, sie war tot, und ich versuchte, mein Baby wiederzubeleben, und währenddessen griff mich der Hund an", erzählte der 37-Jährige gegenüber The Sun.
Shy, der siebenjährige Lurcher, habe ihm ein Teil des Ohres abgebissen und ihn am Arm verletzt, als er seiner Tochter half. Er betonte, dass sie eigentlich ein lieber Familienhund wäre. Die 18 Monate alten Junghunde von Shy, Bella und Mouse, schliefen währenddessen im Erdgeschoss.
Als die Polizei eintraf, beschlagnahmte sie die drei Hunde und nahm Jack fest. Er steht unter Verdacht, einen außer Kontrolle geratenen Hund geführt zu haben, der tödliche Verletzungen verursachte - gegen Kaution wurde der Mann jedoch wieder freigelassen.
"Sie war die beste Freundin meiner Tochter und trotzdem hat sie sie getötet", trauerte der Vater.
Tante über Jamie-Lea: "Sie liebte das Leben"
"Unsere Ermittler arbeiten weiterhin rund um die Uhr daran, den genauen Hergang des Geschehens zu ermitteln, und spezialisierte Beamte unterstützen weiterhin die Familie von Jamie-Lea", erklärte der stellvertretende Polizeichef Stuart Hooper laut BBC.
Shy lebte bereits seit sieben Jahren bei der Familie Biscoe. Oft schlief sie bei Jamie-Lea im Bett.
Dass die Hündin überhaupt zubiss, kam für den 37-Jährigen sehr überraschend. Seit 30 Jahren hatte er immer wieder Hunde trainiert, doch so etwas sei ihm noch nie passiert.
Auf einer Spendenseite schrieb Jamie-Leas Tante, dass Shy noch nie in irgendeiner Form ein aggressives Verhalten gezeigt hatte.
Sie beschrieb ihre Nichte als "äußerst liebevollen und wunderschönen jungen Menschen", der alles für andere tat.
"Sie liebte das Leben und ihre Familie, aber am meisten verehrte sie ihren Vater Jack", hieß es weiter. Die Familie sammelt auf diesem Wege Geld für eine Beerdigung.
Der Engländer, der seine Tochter allein großzog, macht gerade das Unvorstellbare durch. "Ich weiß nicht, wie ich ohne dieses Kind in meinem Leben weitermachen soll. Sie war mein einziges Kind", trauerte er.