Wegen Trumps Plänen: Dänemark schickt mehr Truppen nach Grönland
Von Miriam Arndts
Kopenhagen - Donald Trump (79) droht immer wieder mit der Annexion Grönlands. Jetzt kündigt Dänemark an, mehr Truppen auf die arktische Insel zu schicken.
Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung des dänischen Außenministeriums und des grönländischen Ministeriums für Äußeres und Forschung hervor.
Dies geschehe demnach im Zusammenhang mit militärischen Übungen mit sowohl Flugzeugen, Schiffen als auch Soldaten - und in enger Zusammenarbeit mit NATO-Verbündeten.
Ziel sei es, die Fähigkeit zum Einsatz unter den besonderen Bedingungen in der Arktis zu trainieren und die Präsenz des Verteidigungsbündnisses zu stärken.
Bei den Übungsaktivitäten könne es sich laut der Mitteilung unter anderem um die Unterstützung grönländischer Behörden wie der Polizei, die Überwachung systemrelevanter Anlagen, den Einsatz von Kampfflugzeugen in und um Grönland, die Lösung von Marineaufgaben sowie die Entgegennahme alliierter Truppen handeln.
Grönlands Ministerpräsidentin warnt vor Ende der NATO
In den vergangenen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump immer wieder mit der Annexion Grönlands gedroht und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen begründet.
Grönland gehört zum dänischen Königreich, ist aber weitgehend autonom. Die Regierungen von Dänemark und Grönland haben deutlich gemacht, dass ein Verkauf oder eine Annexion des Territoriums durch die USA inakzeptabel sind.
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (48) warnte vor einem Ende der NATO, sollte die US-Regierung ihre Ankündigungen wahr machen.
Titelfoto: Bildmontage: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix Foto/AP/dpa, Steffen Trumpf/dpa
