Vater rast mit 200 über A71, doch es reicht nicht mehr: Baby Henry auf Standstreifen geboren

Ilmenau - Ein junges Paar aus Ilmenau hat sein Baby an einem ganz ungewöhnlichen Ort zur Welt gebracht.

Voller Stolz zeigen sich Mama und Papa mit ihrem Neugeborenen, Baby Henry.
Voller Stolz zeigen sich Mama und Papa mit ihrem Neugeborenen, Baby Henry.  © Ilm Kreis Kliniken Arnstadt Ilmenau

Geburtsort: Standstreifen A71 bei Ilmenau. Nicht unbedingt die Umgebung, die man sich als Baby oder Eltern vorstellt, doch manchmal kann man es sich nicht aussuchen - vor allem dann nicht, wenn die kleinen Racker schneller rausmöchten, als den Eltern lieb ist.

Am 24. April erblickte Baby Henry auf der Autobahn das Licht der Welt. Geburtshelfer war Vater Maximilian, der unfreiwillig Hebamme spielen musste. Grund für die Sturzgeburt war der Säugling selbst, der es an diesem Tag besonders eilig hatte, wie die Ilm Kreis Kliniken Arnstadt Ilmenau auf ihrer Facebookseite berichteten.

Gerade einmal 20 Minuten ließ er seiner Mama von der ersten Wehe bis zur Entbindung - zu wenig Zeit für die Eltern. Als Papa Maximilian mit Tempo 200 über die A71 raste, sagte ihm seine Frau, dass sie es nicht mehr rechtzeitig in den Kreißsaal schaffen werden.

Junge geht Mutter im Krankenhaus besuchen, dann fließen plötzlich Tränen
Baby Junge geht Mutter im Krankenhaus besuchen, dann fließen plötzlich Tränen

Also blieb dem Papa nichts anderes übrig, als auf dem Standstreifen der A71 anzuhalten und als Aushilfshebamme seine Frau bei der Geburt zu unterstützen, schreibt die Klinik. Wenige Minuten später hielten sie dann ihren Sohn Henry in den Armen.

Nach der erfolgreichen Sturzgeburt fuhr die kleine Familie weiter in die Ilmkreisklinik nach Arnstadt.

Dort wurden sie bereits vom Team der Geburtsstation erwartet. Henry, dessen Nabelschnur bereits im Auto abgeschnitten wurde, wurde auf die Neonatologie gebracht. Für seine Mama ging es zur Nachgeburt in den Kreißsaal.

Mama und Baby sind wohlauf

Laut Klinikum haben Mama und Baby die Sturzgeburt gut weggesteckt. Beide seien den Informationen nach wohlauf und inzwischen sogar wieder zu Hause. Dort wartete ein großer Bruder das neue Familienmitglied.

Der kleine Henry brachte stolze 3784 Gramm auf die Waage und konnte eine Körperlänge von 50 Zentimetern vorweisen. Auf der Geburtsurkunde ist natürlich nicht die A71, sondern Ilmenau vermerkt.

Die Eltern zeigen voller Stolz ihren kleinen Henry

Die Geschichte von seiner Geburt wird Henry von seinen Eltern wohl öfter zu hören bekommen.

Titelfoto: Ilm Kreis Kliniken Arnstadt Ilmenau

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