Fatale Verwechslung bei künstlicher Befruchtung: Paar sucht biologische Eltern seines Babys
Florida - Nach der Geburt seines Babys war für ein Paar aus Florida aufgrund von Äußerlichkeiten sofort klar, dass dies nicht sein Kind sein könne. Kurz darauf erfuhren die US-Amerikaner, dass es zu einer fatalen Verwechslung während der künstlichen Befruchtung gekommen war. Nun hoffen sie, die biologischen Eltern des kleinen Mädchens zu finden.
Die kleine Shea kam im Dezember zur Welt und sorgte bei Tiffany Score und Steven Mills für Entsetzen: Beim ersten Blick auf den Säugling stellte das Paar fest, dass das Mädchen "das Aussehen eines nicht-kaukasischen Kindes" hatte.
Ein DNA-Test bestätigte dann ihre Befürchtungen: Shea war biologisch nicht mit ihnen verwandt.
Mittlerweile haben die US-Amerikaner, die sich nach einem unerfüllten Kinderwunsch im April 2025 einer IVF-Behandlung unterzogen hatten, den ersten Schock verdaut und setzen alles daran, die genetischen Eltern des Babys zu finden.
Sie hätten zwar nach Schwangerschaft und Geburt eine enge Bindung zu Shea aufgebaut, trotzdem fühlen sie sich "moralisch verpflichtet", sie mit ihrer wahren Familie zu vereinen.
Nachdem das Paar Klage gegen das "Fertility Center of Orlando" in Longwood eingereicht und sich mit einem Foto an die Öffentlichkeit gewandt hatte, erregte sein Schicksal große Aufmerksamkeit. "Mehrere Familien glauben, dass sie mit Shea genetisch verwandt sein könnten", erklärt der Anwalt der beiden laut PEOPLE.
Nach Verwechslung bei künstlicher Befruchtung: Paar sucht biologische Eltern seines Babys
Zudem besteht die Möglichkeit, dass ein anderes Paar das biologische Kind von Tiffany und Steve ausgetragen hat. Schließlich hatten sie während ihrer Behandlung in der Klinik drei lebensfähige Embryonen erzeugt.
Ein Gericht ordnete an, dass allen Patienten, die im vergangenen April ebenfalls eine Embryonenimplantation erhielten, ein kostenloser Gentest ermöglicht wird. In der kommenden Woche sollen die ersten Ergebnisse eintrudeln.
Zudem müssen auch die Personen getestet werden, denen, wie eben auch Tiffany und ihr Partner, im März 2020 ein Embryo entnommen wurde.
Die US-Amerikaner würden Shea lieben und sich natürlich weiterhin um sie kümmern, befürchten aber, dass ihre leiblichen Eltern jederzeit das Sorgerecht erhalten könnten. "Wir beten für ein Wunder", so Tiffany.
Um die Kosten für die Suche zu decken und eventuell erneut eine künstliche Befruchtung zu ermöglichen, hat ihre Schwester eine Spendenseite für das Paar eingerichtet.
Titelfoto: Bildmontage/Screenshot/gofundme.com/f/TiffandSteveIVFmixup

