Mutter kann wegen OP nicht stillen: Als das Baby alles andere verwehrt, tut Schwägerin etwas Überraschendes

Toronto (Kanada) - Eine Mutter aus Kanada musste in einer Ausnahmesituation eine heftige Entscheidung treffen - um das Überleben ihres Babys zu sichern. Dass Mama Abbi Warden diese Geschichte öffentlich machte, hatte sie im Vorfeld viel Überwindung gekostet. "Dies ist ein Beitrag, bei dem ich mir nicht sicher war, ob ich ihn teilen sollte", schreibt sie auf Instagram.

Die Mutter aus Kanada hatte vor ihrer Operation versucht, alles so gut es geht vorzubereiten. Doch ihre Tochter lehnte die abgepumpte Milch und auch die Pre-Variante ab.  © Bildmontage/Screenshot/Instagram/abbiwarden

Dann beginnt sie zu erzählen: Ihre sechs Monate alte Tochter sei noch voll gestillt. Wenn überhaupt, wäre der Säugling nur ein paar Mal per Flasche gefüttert worden. Doch nun stand Abbi eine "große Bauchoperation" bevor, die das Stillen für ein paar Tage nicht möglich machen sollte.

"Also habe ich einen Vorrat an Muttermilch eingefroren, Säuglingsnahrung als Reserve vorbereitet und mehrere Fläschchen für meinen Verlobten bereitgestellt."

Dabei gab es aber noch ein Problem: "Meine Muttermilch hat einen hohen Lipasegehalt. Sie riecht und schmeckt metallisch, wenn sie zu lange im Kühlschrank steht." Umso akribischer hatte sie beim Abpumpen darauf geachtet, ihre Milch anschließend so schnell wie möglich einzufrieren. "Ich dachte, ich hätte an alles gedacht", so die Kanadierin.

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Neben der Angst vor dem anstehenden Eingriff an ihrem Körper hatte sich Abbi große Sorgen um die Versorgung ihrer kleinen Tochter gemacht. "Sie hatte in ihrem Leben kaum die Flasche genommen. Ich würde bald gar nicht mehr für sie da sein können."

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Die Kanadierin konnte aufgrund einer größeren Operation für mehrere Tage nicht stillen.  © Bildmontage/Screenshot/Instagram/abbiwarden

Schwägerin stillt kurzerhand beide Kinder

Ihre Schwägerin kam der verzweifelten Mutter zu Hilfe und stillte sowohl ihr eigenes als auch das von Abbi.  © Bildmontage/Screenshot/Instagram/abbiwarden

Nach der Operation trat das ein, was sie und ihr Verlobter befürchtet hatten: "Sie verweigerte es. Sie trank kaum etwas." Dabei hatte ihr Partner alles versucht - sowohl die abgepumpte Milch als auch die Pre-Milch.

Nach 24 Stunden wäre ihr Kind beinahe im Krankenhaus gelandet - wo bereits ihre Mutter lag. Die Angst vor einer Dehydration hätte die nächste Entscheidung für das Paar allerdings leicht gemacht.

Abbis Schwägerin kam der kleinen Familie kurzerhand zu Hilfe. "Meine Schwägerin hatte schon früh im Scherz angeboten: 'Wenn du mich mal brauchst, füttere ich sie.'" Sie selbst war vor drei Monaten Mutter geworden.

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Nach einem kurzen Telefonat kam die Schwägerin sofort vorbei und legte Abbis Baby bei sich an. Die nächsten zwei Tage schlief sie sogar mit beiden Säuglingen im selben Bett, während Abbi sich weiter erholen konnte. "Sie gab mir nie das Gefühl, etwas Schlechtes zu tun. Sie war einfach da", meint die junge Frau bewundernd. "Es war die selbstloseste Geste, die ich je erlebt habe."

Beim sogenannten Tandemstillen können auch Kinder unterschiedlichen Alters nacheinander oder gleichzeitig gestillt werden. Die Brust passt dabei laut "Still-Lexikon" die Milchmenge für beide Kinder automatisch an.

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