Schock für werdende Mutter! Arzt verletzt Neugeborenes bei Kaiserschnitt

Głogów (Polen) - In einem Krankenhaus in der polnischen Stadt Głogów, rund 110 Kilometer nordöstlich von Görlitz entfernt, verletzte ein Arzt beim Kaiserschnitt ein Neugeborenes. Das Kind musste in eine andere Klinik gebracht werden.

Bei der Geburt per Kaiserschnitt kann es zu Komplikationen kommen. (Symbolbild)
Bei der Geburt per Kaiserschnitt kann es zu Komplikationen kommen. (Symbolbild)  © 123rf.com/kzenon

Der dramatische Vorfall passierte bereits am 14. Oktober, wurde aber erst jetzt bekannt. Wie das lokale Nachrichtenportal Głogów Nasze Miasto berichtet, schnitt der Mediziner während einer Sectio versehentlich den Damm eines Neugeborenen ein.

Die Verletzungen seien später einem Neonatologen aufgefallen, der das Baby im Rahmen der Neugeborenenvorsorge nach der Geburt untersucht habe.

Wie die Ärzte berichteten, war die Verletzung für den Säugling nicht lebensgefährlich. Nach Rücksprache mit einem Facharzt der Abteilung für Kinderchirurgie wurde beschlossen, ihn sofort in ein Krankenhaus ins rund hundert Kilometer entfernte Wrocław zu bringen, wo die Wunde genäht wurde.

Mutter trainierte bis kurz vor Entbindung: Dem Baby sieht man das an
Baby Mutter trainierte bis kurz vor Entbindung: Dem Baby sieht man das an

Die Sprecherin des Krankenhauses in Głogów bestätigte den Fall und betonte, dass das Neugeborene während der Operation versehentlich verletzt worden war. Der Allgemeinzustand des Kindes sei nach der Geburt aber gut gewesen.

Sie kommentierte weiter, das ein Kaiserschnitt immer das Risiko von Komplikationen berge. Der Eingriff sei aus gesundheitlichen Gründen der werdenden Mutter notwendig gewesen.

Die Frau habe sich noch nicht entschieden, ob sie eine Beschwerde gegen die Einrichtung, in der die Schnittgeburt durchgeführt wurde, einreichen werde.

Komplikationen beim Kaiserschnitt möglich

Zu den häufigsten Komplikationen beim Kaiserschnitt gehören unter anderem Infektion der postoperativen Wunde, Verwachsungen in den Fortpflanzungsorganen sowie Wucherungen (Endometriose) in der postoperativen Narbe.

Darüber hinaus kann es zu Schäden an den Beckenorganen kommen, außerdem steigt das Risiko einer perinatalen Hypoxie. Das heißt, dass das Neugeborene während der Geburt nicht genug Sauerstoff bekommt. Und nicht zuletzt besteht auch, wie im aktuellen Fall, die Gefahr einer mechanischen Schädigung des Babys.

Titelfoto: 123rf.com/kzenon

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